header-placehodler
MAGDEBURGER-NEWS.DE


image header
image
Zug Bahn Lok pixabay

Sachsen-Anhalt-News: Gesundheitsreport der BARMER für 2021 – Lokführer in Sachsen-Anhalt fallen häufig aus

Dienstag, 11. Januar 2022

Magdeburg. In Sachsen-Anhalt ist die Berufsgruppe der Fahrzeugführer im Eisenbahnverkehr besonders häufig krank. Wie aus dem BARMER-Gesundheitsreport hervorgeht, nimmt Sachsen-Anhalt mit 157 Krankschreibungen je 100 Versicherten den negativen Spitzenplatz im Ländervergleich ein. „Der Traumberuf Lokführer ist in der Realität ein anspruchsvoller Job. Vorrangig sitzende Tätigkeiten, der Rhythmus des Schichtbetriebs und eine hohe Erwartungshaltung durch Dritte führen mitunter zu häufigen Erkrankungen“, sagt Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalts Lokführer am längsten krank

Auf mehr als 36 Krankentage kommt ein Lokführer durchschnittlich. Auch damit ist Sachsen-Anhalt negativer Spitzenreiter im Ländervergleich. Bundesweit liegt die durchschnittliche Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) bei Lokführern bei etwa 23 Tagen. „Dass die Fehlzeiten der Lokführer in Sachsen-Anhalt den ohnehin schon sehr hohen Schnitt an Krankheitsfällen um mehr als 50 Prozent überschreiten, ist bedenklich“, meint Martin Kröber, Geschäftsstellenleiter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Magdeburg.

Rückenleiden als häufigste Diagnose

Etwa ein Viertel (25,4%) der AU-Tage war auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems zurückzuführen. Etwa ein Fünftel (20,4%) resultierte aus psychischen Belastungen und knapp jeder siebte Ausfall (14,1%) war durch eine Verletzung bedingt. „Wir müssen die Lokführer dabei unterstützen, sich gesund zu erhalten. Sport und Bewegung sind beispielsweise zentrale Themen, um Rückenleiden und anderen Erkrankungen des Bewegungsapparats vorzubeugen“, so Axel Wiedemann. Gesundheitsförderung sei aber immer auch eine Aufgabe des Arbeitgebers. Fragen nach gesunden Mahlzeiten für den und im Schichtbetrieb und Gesundheitskursen vor Ort oder online zu Rückenübungen oder Stressbewältigung sind dabei erste Ansätze.

Text: BARMER Sachsen-Anhalt
Foto: pixabay