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Promi-News: Meike Droste: Sehnsucht nach tiefgreifender Rolle

BU: Frida-Lovisa Hamann, Desiree Nick, Detlef Bothe, Oskar Roehler, Meike Droste, Katja Riemann and Anton Rattinger bei der Premiere von „Enfant terrible“. Foto: highgloss.de

10. Oktober 2020

Aktuell spielte sie in der Fassbinder-Biografie „Enfant terrible“

(cat). Meike Droste wurde durch die Serie „Mord mit Aussicht“ bekannt. Sie spielte die Hauptfigur in „Frau Temme sucht das Glück“ und ist aktuell in der Fassbinder-Biografie „Enfant terrible“ zu sehen – als eine Fassbinder-Freundin. Zudem glänzte die Mimin als Ehefrau von Oliver Wnuk in „Das Leben ist kein Kindergarten“. Dort spielt Droste eine gutbezahlte Ärztin die Karriere machen will, während ihr Mann sich vornehmlich um die Kinder kümmert. Ein Rollenmodell, das immer noch verpönt ist. „Meine eigene Erfahrung ist die, dass es immer honoriert wird, wenn ein Mann arbeitet und die Kinder schmeißt. Wenn eine Frau arbeitet und die Kinder schmeißt, ist das normal. 

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich ja schon viel getan. Trotzdem müsste sich vielmehr in unseren Köpfen tun, auch bei uns Frauen“, erklärte Meike Droste gegenüber „nordbuzz“. Vielmehr sollte es nach Meinung der Künstlerin selbstverständlich sein, „wenn man sowohl gerne Mutter ist als auch gerne einen sinnstiftenden Beruf“ ausübe. Die Zweifach-Mama weiß: „Ab dem Zeitpunkt, an dem man schwanger ist, hat man als arbeitende Mutter ein schlechtes Gewissen und das hört nie wieder auf.“ Damit kann die 40-Jährige aber umgehen, da sie sich organisatorisch auf Omas, Papa, Kinderfrau und Putzfee verlässt. „Es gibt Frauen, die unglaublich in der Mutterrolle aufgehen und für die das die totale Erfüllung ist. Ich habe mir oft gewünscht, auch so zu sein, aber so bin ich nicht. Ich bin genauso froh und dankbar, dass ich meine Kunstform habe, durch die ich mich ausdrücken kann. Die stiftet meinem Leben ebenfalls viel Sinn“, berichtete die gebürtige Augsburgerin. 

Im Interview äußerte sich der TV-Star auch zur derzeitigen Corona-Krise mit Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen. „Ich fand es sehr interessant, dass unser Beruf von jetzt auf gleich nicht mehr existiert hat, während gleichzeitig die Mediatheken und Streaming-Dienste durch die Decke gingen.“ Mittlerweile sei es immer noch schwierig, den Beruf auszuüben. „Es gibt immer Verlierer in einer Krise, und dieses Mal sind eben auch die Künstler stark betroffen. Dadurch, dass ich von jetzt auf gleich arbeitslos war, hatte ich immerhin beim Homeschooling weniger Stress als andere“, erklärte Meike. Der größte Wunsch der Schauspielerin: „Ich würde wahnsinnig gerne eine tiefgreifende Rolle in einem Kino- oder Fernsehfilm spielen. Eine Figur, die sich in vielen unterschiedlichen Facetten zeigt. Im Theater habe ich Figuren in einer großen Bandbreite gespielt. Genau das wünsche ich mir jetzt für Film und Fernsehen.“
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