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Stolpersteine   pixabay

Magdeburg-News: Zum Gedenken an NS-Opfer erhält Magdeburg 19 weitere Stolpersteine



veröffentlicht am Montag, 9. Oktober 2023

Magdeburg. In Magdeburg werden am Dienstag (10. Oktober) insgesamt 19 neue Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Die Arbeitsgruppe "Stolpersteine für Magdeburg" hat ab 9 Uhr an sieben verschiedenen Orten Termine geplant, an denen auch Angehörige der Opfer teilnehmen. Mit dieser inzwischen 38. Verlegung von Stolpersteinen wird im Stadtgebiet an verschleppte und ermordete Magdeburger erinnert.
 
Die erste Stolpersteinverlegung zum Gedenken an Alwine Krone ist um 9 Uhr in der Potsdamer Straße 3. Ganztägig sind folgende Verlegungen geplant:
 

9 Uhr
Alwine Krone, Potsdamer Straße 3


9.45 Uhr
Ehepaar Meyer, schräg gegenüber der Gustav-Adolf-Straße 22/Uni-Campus


10.15 Uhr
Ehepaar Lewniowski, zwischen
Jakobstraße 34 und 40


10.40 Uhr
Familie Rosenheck, Südostecke Otto-von-Guericke-Straße/Julius-Bremer-Straße


11.10 Uhr
Albert Hirschland, Ernst-Reuter-Allee 37, am City Carre, Höhe Tunnelausgang


11.40 Uhr
Familie Lerner, gegenüber Hasselbachstraße 8/nahe Bahnhofstraße


12.15 Uhr
Familie Glogowski, Schäfferstraße/Ecke Helmholtzstraße


Die Verlegungen werden gemeinsam durch die Arbeitsgruppe "Stolpersteine für Magdeburg", dem Künstler Gunter Demnig und den Verwandten der Opfer gestaltet. Dazu werden Angehörige der Familie Lerner und der Familie Rosenheck aus den USA anwesend sein.
 
Die Gedenksteine haben eine Messingoberfläche, auf der die Namen und biografischen Daten der Opfer, der Zeitpunkt der Deportation und der Deportationsort eingraviert sind. Seit 1997 setzt der Kölner Künstler Gunter Demnig diese zehn mal zehn Zentimeter großen Betonquader mit eingelassener Messingplatte in den Boden vor ehemalige Wohnhäuser und Wirkungsstätten von Opfern des Nationalsozialismus. Finanziert werden die Erinnerungsmale ausschließlich durch Spenden.
 
Die Gedenkblätter wurden wie alle bisherigen Gedenkblätter von dem Magdeburger Designer Ernst-Albrecht Fiedler gestaltet. Er hat auch die Gedenkstele im Alten Rathaus entworfen, auf der das Magdeburger Gedenkbuch mit den Gedenkblättern zu finden ist.
 
Die Landeshauptstadt und die Arbeitsgruppe "Stolpersteine für Magdeburg" danken allen Spenderinnen und Spendern, die mit ihrer finanziellen Unterstützung zur Verlegung der besonderen Gedenktafeln beitragen. Insgesamt konnten bisher 686 Stolpersteine im Magdeburger Stadtgebiet verlegt werden. Jeder Spender wird kontaktiert und zu den Verlegungen eingeladen.
 
Derzeit sind etwa 130 weitere Namen von Opfern des Nationalsozialismus aus der Stadt Magdeburg bekannt, denen noch mit einem Stolperstein gedacht werden soll. Weitere Unterstützung bei der Finanzierung dieser Erinnerungssteine ist daher jederzeit willkommen. Wer spenden möchte, kann dafür die Bankverbindung der Landeshauptstadt Magdeburg bei der Sparkasse MagdeBurg, IBAN DE02 8105 3272 0014 0001 01 nutzen. Als Verwendungszweck ist bitte die Bezeichnung 37994311/Stolpersteine anzugeben. Wer darüber hinaus zusätzlich seine Adresse im Verwendungszweck vermerkt, erhält anschließend eine Spendenbescheinigung.
 
Für Fragen und weitere Informationen zu den Stolpersteinen stehen die Mitarbeitenden des Kulturbüros der Stadtverwaltung unter der Rufnummer 0391 540 21 34 zur Verfügung. Einen regelmäßig aktualisierten Stadtplan mit den Orten der Stolpersteine und weitere Informationen sind im Internet unter www.magdeburg.de/stolpersteine zu finden.


Text: Landeshauptstadt Magdeburg
Foto: pixabay