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Mattner ZIA

Mehrere Handelsketten wollen wegen der Corona-Krise vorerst keine Mieten mehr bezahlen

Sonntag, den 28. März 2020

„Gleiches Recht für alle – Partnerschaft darf nicht auf der Strecke bleiben“

Der ZIA Zentrale Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, meint, gesunde Filialisten sollten auf Umsatzeinbrüche wegen der Corona-Pandemie nicht mit der Einstelllung ihrer Mietzahlungen reagieren.

ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner sagte: „Bei allem Verständnis für die Not vieler Mieter, es kann nicht angehen, dass wirtschaftlich gesunde Großkonzerne ein Gesetz ausnutzen wollen, was für sie nicht gedacht war.“ Rechtlich allerdings werde dies kurzfristig kaum zu verhindern sein, so Mattner weiter. Er warnte davor, dass viele kleine und große Vermieter durch das Vorgehen der Filialisten an den Rand der Insolvenz gebracht würden.

Er forderte daher. „Jetzt ist es noch dringender, dass die Bundesregierung das diese Woche verabschiedete Gesetz an diesem Systemfehler nachbessert und den Vermietern erlaubt, Zins- und Tilgungsleistungen auszusetzen, wenn die Mieten ausbleiben, so wie es eigentlich angedacht war – gleiches Recht für alle. Generell rufe ich alle Beteiligten dazu auf, in dieser Krise nicht den individuellen Vorteil zu suchen, sondern auf nachhaltige und partnerschaftliche Lösungen zu setzen. Es hilft nichts, wenn sich die Fronten zwischen Mietern und Vermietern jetzt verhärten.“ Im Übrigen gelte dies für andere Gewerbeimmobilien, derzeit leere Hotels und wird auch bei Büroimmobilien auf uns zu kommen.

Mattner signalisierte, dass man am dafür sorgen wolle, dass „aus dem Verständnis für die jeweiligen Schwierigkeiten, der Einzelhandel diese Krise überlebt, um weiter ein wichtiges Element in unseren Städten zu sein.“

Foto: ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner © ZIA