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Sachsen-Anhalt-News: Steppuhn: „Ameos anscheinend kein zuverlässiger Partner in der Krankenhauslandschaft mehr“

Samstag, den 18. Januar 2020

Solidarität mit den Beschäftigten bekräftigt

„Ameos ist anscheinend kein zuverlässiger Partner in der Krankenhauslandschaft mehr.“ Das erklärte der Vorsitzende des Gewerkschaftsrates der SPD Sachsen-Anhalt, Andreas Steppuhn (Foto), am heutigen Samstag anlässlich des Neujahrsempfangs der SPD in Aschersleben. „Wer wie Ameos seinen Beschäftigten einen Tarifvertrag verweigert, Beschäftige und Betriebsräte mit Kündigungen unter Druck setzt und über 800 Beschäftigten mit Arbeitsplatzabbau droht, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er noch zuverlässig Gesundheitsdienstleistungen erbringen kann.“

Sollte AMEOS nicht einlenken und die Funktionsfähigkeit der Krankenhäuser gefährdet sein, stelle sich die Frage, ob die betroffenen Standorte rekommunalisiert werden müssen, sagte Steppuhn, der auch stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion ist. Sollte diese Situation eintreten, müsste dieser sicherlich nicht einfache Prozess von der Landesregierung unterstützt werden: „Da, wo private Träger nicht dazu in der Lage sind, die Gesundheitsversorgung sicherzustellen, müssen die zuständigen politischen Entscheidungsträger reagieren und eingreifen.“

Steppuhn: „Gesundheit darf nicht zur Ware werden, sondern ist ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Hier gibt es ohne Frage insbesondere im ländlichen Raum besondere Herausforderungen. Grundvoraussetzung für eine qualitativ hochwertige Gesundheitsvorsorge sind gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Daher kann man für einen Streik zur Durchsetzung eines Tarifvertrages nur Verständnis aufbringen. Wir unterstützt die SPD in Sachsen-Anhalt die Gewerkschaft Verdi in ihrer Tarifauseinandersetzung und erklärt sich mit den Beschäftigten, die für einen Tarifvertrag und damit bessere Arbeitsbedingungen kämpfen, solidarisch.“