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Bentele: Neue Regelung zum Kinderkrankengeld reduziert Betreuungsprobleme für Eltern. Der VdK fordert Nachbesserung bei Lohnausfall.

Donnerstag, den 14. Januar 2021

-  VdK-Forderungen zur Finanzierung aus Steuermitteln berücksichtigt

-  Bentele: Auffangen von Schul- und Kitaschließungen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Der Sozialverband VdK sieht sich bei seinen Forderungen zum Kinderkrankengeld bestätigt. Die Präsidentin Verena Bentele (Foto) betonte anlässlich der Entscheidung im Bundestag heute in Berlin: „Wir begrüßen die Nachbesserungen zu den ursprünglichen Plänen. Die neue Regelung hilft Eltern mit Betreuungsproblemen – sie sind durch die Corona-Pandemie ohnehin bereits am Limit. Eltern müssen Homeoffice und Kinderbetreuung nun nicht gleichzeitig stemmen. Als VdK freuen wir uns außerdem über den zusätzlichen Bundeszuschuss in den Gesundheitsfond. Denn das Auffangen der Schul- und Kita-Schließungen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und keine der Krankenkassen.“

Der Bundestag hat heute beschlossen, die Zahl der Kinderkrankentage in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie pro Elternteil von 10 auf 20 zu verdoppeln. Alleinerziehende erhalten 40 statt der üblichen 20 Tage. Finanziert werden soll dies aus Steuermitteln. Der Bundesrat soll am Montag in einer Sondersitzung noch zustimmen. Die Regelung wird rückwirkend zum 5. Januar gelten. Die ursprünglichen Pläne, die Finanzierung einfach zu Lasten der Krankenkassen und damit der Beitragszahler abzuwickeln, hatte der VdK kritisiert.

Allerdings übt der VdK weiterhin Kritik daran, dass Betreuungsprobleme über das Kinderkrankengeld gelöst werden. Bentele unterstrich: „Das Kinderkrankengeld ist – wie der Name schon sagt – für den Krankheitsfall eines Kindes gedacht. Als VdK haben wir schon zu Beginn der Pandemie eine eigene Lohnersatzleistung für Eltern gefordert. Der bisherige Entschädigungsanspruch bei Lohnausfall ist viel zu gering und kompliziert. Hier muss deutlich nachgebessert werden. Denn Eltern sollen sich neben der Kinderbetreuung keine Sorgen um ihre finanzielle Situation machen müssen.“