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Magdeburg-News: Baustart am August-Bebel-Damm verschiebt sich

Dienstag, den 10. November 2020

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH & Co. KG (MVB) will die Straßenbahnstrecke auf dem August-Bebel-Damm im Stadtteil Rothensee nach dem Hochwasserschaden 2013 neu bauen. Da bei der Ausschreibung der Bauleistungen keine wirtschaftlichen Angebote abgegeben wurden, verschiebt sich der geplante Baustart.

Ursprünglich sollten in der kommenden Woche in Rothensee die Bagger anrollen und der Neubau der Straßenbahntrasse auf dem August-Bebel-Damm zwischen Haltestelle Schule Rothensee und Wendeschleife Rothensee beginnen. Doch daraus wird nichts.

Bei der europaweiten Ausschreibung der Bauleistungen wurden keine wirtschaftlichen Angebote eingereicht. Die Planer der MVB haben mit Gesamtkosten von 17 bis 19 Millionen Euro gerechnet. Abgegeben wurden jedoch Angebote, die fast doppelt so hoch liegen, wie die Kostenschätzung. „Wir haben keines der Angebote angenommen, da wir verantwortungsvoll mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen. Deshalb wird es in diesem Jahr auch keinen Baustart geben“, erklärt MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

Das Bauprojekt wird vollständig mit Mitteln des Bundes aus dem Sondervermögen Ausbauhilfe finanziert, da mit dem Neubau die beim Elbehochwasser 2013 entstandenen Schäden beseitigt werden sollen.

Die MVB plant nun ein Verhandlungsverfahren mit potenziellen Baufirmen. Damit ist die Hoffnung verbunden, den Kostenaufwuchs zu begrenzen. Bei Erfolg könnte im zweiten Quartal 2021 Baustart sein.

Über das Bauprojekt

Die MVB will die Gleis- und Haltestellenanlagen der Linie 10 auf dem August-Bebel-Damm neu bauen. Die Strecke wurde beim Elbehochwasser 2013 überschwemmt und stark beschädigt. Die Trasse wird auf einer Länge von 1,4 Kilometern neu gebaut. Dabei entsteht ein besonderer Bahnkörper in der Mitte der Straße, sodass die Straßenbahnen ungehindert vom Autoverkehr rollen können. Ausnahme bildet ein 125 Meter langer Abschnitt auf Höhe des Umspannwerkes der SWM. Dort teilen sich in Fahrtrichtung Zentrum der Kfz- und Straßenbahnverkehr eine Fahrspur

Die Trasse der Straßenbahn wird in Querschwellenbauweise auf Schotterbettung ohne Gleisplattenabdeckung errichtet. Im Vergleich zur heute vorhandenen Gleiskonstruktion kann damit eine höhere Lebensdauer bei gleichzeitig geringeren Unterhaltsaufwand und einer geringen Beschädigungsgefahr bei möglichen erneuten Überschwemmungen erreicht werden. Die Haltestellen „Schule Rothensee“, „Hohenwarther Straße“, „Betriebshof Nord“ und „Rothensee“ erhalten neue Bahnsteige und werden nach dem neuesten Stand der Barrierefreiheit ausgebaut, sodass ein bequemes Ein- und Aussteigen für alle Fahrgäste gewährleistet ist.