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Promi-News: Anika Decker: David gegen Goliath

BU: Anika Decker will eine Lanze für Drehbuchautoren brechen und zieht gegen Til Schweiger vor Gericht.  Foto: highgloss.de

17. Oktober 2020

Co-Schreiberin verklagt Til Schweiger

(cat). Til Schweigers Produktionsfirma wird derzeit von Drehbuchautorin Anika Decker verklagt. Sie ist keine Unbekannte: Decker arbeitete an Schweigers Filmen „Keinohrhasen“ von 2009 sowie der Fortsetzung „Zweiohrküken“ von 2011 mit. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete, dass die Schreiberin Auskunft über die Umsätze der Filme und eine angemessene Beteiligung an diesen verlange. Besonders gehe es ihr dem Bericht zufolge aber um mehr Transparenz. Laut „FAZ“ soll Anika Decker für „Keinohrhasen“ lediglich 50.000 Euro bekommen haben. Verrückt: Dieser Film spielte allein im Kino 70 Millionen Euro ein, „Zweiohrküken“ gut 41 Millionen Euro. „Ich habe damals geglaubt, dass ich gut bezahlt wurde", sagte Decker dem Blatt.

„Das mag man für naiv halten, aber ich denke, ich stehe damit nicht allein da.“ Sie betonte: „Ich kenne keine Drehbuchautoren, die mir sagen können, wie viel Geld zwischen den Firmen, die an einem Film beteiligt sind, geflossen ist. Das sind geheime Verträge.“ Mit ihrer Klage wolle sie mehr Transparenz schaffen. Auf Anfrage der „Bild“ kommentierte Til Schweiger: „Das ist ein laufendes Verfahren, zu dem ich mich nicht äußern kann. Ich habe aber vollstes Vertrauen in die deutsche Gerichtsbarkeit.“ Aktuell ist der Schauspieler in „Gott, du kannst ein Arsch sein!“ im Kino. Der 56-Jährige spielt den Vater eines Mädchens, das eine tödliche Krebsdiagnose erhält. Für sie und ihre Familie bricht eine Welt zusammen. Doch „Steffi“ beschließt, mit einem Road-Trip ihre verbleibende Zeit voll auszuleben. Im Interview mit „Promipool“ sprach Schweiger über den Streifen. 

„Ich habe ja schon einige Filme gedreht, die über schwierige Themen gehen, zum Beispiel ‘Knockin' on Heaven's Door’ oder ‘Honig im Kopf’. Insofern war das genauso schwer wie sonst auch“, erklärte der Mime. Auf die Frage, ob er während des Drehs auch an seine eigenen Töchter denken musste, erklärte der vierfache Papa: „Nein, nein. Das wäre mir zu krass. Ich bin Vater von vier Kindern und ich habe genug Fantasie und dann stelle ich mir einfach vor, ich bin ,Frank’. Aber da denke ich nicht an meine Töchter.“ Der Kino-Star glaubt nicht an einen Gott, aber an „Energien“ und die Vorstellung eines Jenseits sei eine „schöne Idee“. „Wenn man jemanden verliert und glaubt, dass derjenige auf einer anderen Ebene ist und dort auch glücklich ist, dann kann man leichter mit solchen Schicksalsschlägen umgehen“, findet Til.
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