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Schönheitskur für den Gartenteich: Gute Pflege bringt das Feuchtbiotop durch die Freiluftsaison

Sonntag, den 12. April 2020

(djd). Nach der kalten Jahreszeit erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben. Ab etwa 10 Grad Wassertemperatur "lebt" auch wieder der Gartenteich. Wer nun lauschige Abende am heimischen Nass verbringen will, muss das Feuchtbiotop nach dem Winter erst einmal ausgiebig pflegen. Wird dieser Frühjahrscheck sorgfältig ausgeführt, fallen später weniger Arbeiten an - und der Teich kommt gut durch die Freiluftsaison.

Wasserwerte überprüfen

Hat sich viel Schlamm aus Laub oder abgestorbenen Pflanzenteilen im Wasser oder am Boden angesammelt, sollten Teichfreunde diesen mit einem Schlammsauger entfernen. Ist das Wasser sehr trüb, sollte man die Werte des feuchten Elements mit einem Teststäbchen oder einem Tropftest überprüfen. Fachleute empfehlen, dass der pH-Wert mindestens bei 7 und die Karbonathärte mindestens bei 4 Grad deutscher Härte liegen sollte. Ein sogenannter Teilwasserwechsel, bei dem das Teichwasser über einige Tage verteilt mit frischem Leitungswasser aus dem Schlauch ausgetauscht wird, kann eine Verbesserung der Wasserqualität bewirken. 

"Aber auch der Sauerstoffgehalt im Feuchtbiotop ist wichtig. Wenn die Außentemperaturen im Sommer steigen, reduziert sich der Sauerstoff im Wasser und gleichzeitig brauchen Fische mehr Luft zum Atmen", weiß Teichfachmann Dr. Uwe Kohler von Söchting Biotechnik. Hilfsmittel wie Oxydatoren reichern das Wasser mit aktiviertem Sauerstoff an. Sie arbeiten ganz ohne Stromzufuhr und sind in verschiedenen Größen erhältlich. Unter www.oxydator.de gibt es mehr Informationen zur Wirkungsweise der Geräte. So wird die beinhaltete spezielle Wasserstoffperoxidlösung von einem Katalysator ausgetrieben, an der Spezialkeramik des Behälters spaltet sie sich in Wasser und aktivierten Sauerstoff auf. Dieser verteilt sich schneller als seine gelöste Form und erreicht auch tiefe Bodenschichten des Biotops.

Pflanzen pflegen

Ebenso wichtig für einen ausreichenden Sauerstoffgehalt im feuchten Element, der auch das ungeliebte Wuchern der Algen verhindert, sind Wasserpflanzen. Zunächst gilt es, abgestorbene Pflanzenteile an der Ufer- und Wasserbepflanzung zurückzuschneiden. Auch neues Grün können Teichfreunde vor der warmen Jahreszeit einsetzen. "Es kommt aber darauf an, die richtigen Pflanzen für die passenden Wasserzonen auszuwählen. In der Tiefwasserzone fühlen sich zum Beispiel Seerosen wohl, in der Flachwasserzone bis 40 Zentimeter Froschlöffel und im Sumpfgebiet Zwergschachtelhalme", erklärt Experte Dr. Kohler. Sobald die Nächte frostfrei sind, ist es Zeit, Teichpumpen, Filter und Wasserspiele zu kontrollieren und zu installieren. Ab 12 Grad Celsius Wassertemperatur dürfen auch die Fische wieder gefüttert werden.

Foto: Damit der Gartenteich in der warmen Jahreszeit zum Blickfang in der heimischen Grünoase wird, braucht er nach dem Winter eine ausgiebige Pflegekur. © djd/Söchting Biotechnik/Getty Images/purple_queue