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AfA Sachsen-Anhalt gratuliert Verdi zu ihren Abschlüssen und ruft Arbeitnehmer zur stärkeren Tarifbindung auf.

Magdeburg, den 28. April 2018

Magdeburg: Die AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD) Sachsen-Anhalt hat der Gewerkschaft verdi zu ihrem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst gratuliert. Anlässlich des 1. Mai ruft der AfA Landesvorstand die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Sachsen- Anhalt zu einer stärkeren Tarifbindung auf, teilte der AfA Landesvorsitzende Mario Hennig (Foto), heute, Samstag, den 28. April 2018 in Magdeburg mit.

„Gute Tarifabschlüsse sind nur möglich, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch bereit sind, sich ihren Gewerkschaften anzuschließen. Dies gilt auch für allgemeinverbindliche Tarifverträge, die immer ein öffentliches Interesse und damit eine starke Bindung der Arbeitnehmer an die Gewerkschaft sowie der Arbeitgeber an ihren Verband voraussetzen“, sagte der AfA Landesvorsitzende.

Um in vielen Bereichen in Sachsen Anhalt die Lücke zwischen Ost- und Westtarif endlich zu schließen, müssten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch wieder verstärkt bereit sein, sich in den Gewerkschaften zu organisieren.

Hier habe der öffentliche Dienst eine Vorbild- und Vorreiterrolle. Aber auch in Teilen der Metall- und Autoindustrie werde immer wieder deutlich demonstriert, dass gute Löhne nur möglich sind, wenn die Menschen zusammenhalten. Umgekehrt aber ebenso - in den Bereichen, wo keine starke Tarifbindung vorhanden ist.

Zum 1. Mai sollte sich auch im Bewusstsein der Arbeitnehmer widerspiegeln, dass in den letzten über 100 Jahren viel erreicht wurde, was verteidigt und ausgebaut werden muss.

„Dies ist nicht nur die Verantwortung der Arbeitgeber, sondern auch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Hier muss aber offensichtlich eine stärkere Bewusstseinsbildung erfolgen, um dieses System den Menschen auch plausibel zu machen, um selber mehr Verantwortung für sich selber zu übernehmen. In Skandinavien, aber auch in großen Teilen Westdeutschlands funktioniert dieses System“, sagte Mario Hennig abschließend.