- Vorbereitung und umsichtiges Fahrverhalten wichtig
- Wissen, was zu tun ist im Pannenfall
Nebel und Kälte bestimmen die Wetterlage aktuell und Richtung Nikolaustag (6. Dezember ist mit mehr Regen zu rechnen. Das führt, besonders nachts und in den Morgenstunden, zu rutschigen und teils glatten Straßen.
Ein Großteil der Unfälle und Pannen im Straßenverkehr ist dann der kalten Jahreszeit geschuldet. Der Blick in die Pannenstatistik des Automobilclub von Deutschland (AvD) verrät, dass beispielsweise im vergangenen Winter die eindeutig zugeordnete Ursache „Batterie“ mehr als doppelt so hoch (242 Prozent) war im Vergleich zu den wärmeren Monaten April bis September. Der AvD empfiehlt daher einen Wintercheck des Pkw sowie eine entsprechend umsichtige Fahrweise.
Autofahrer sollten in der Winterzeit besonders vorausschauend und gut vorbereitet unterwegs sein, um sicher ans Ziel zu kommen. Bei schwierigen Sicht- und Straßenverhältnissen können bereits kleine Fehler ausreichen, um aus einer harmlosen Fahrt eine gefährliche Situation zu machen. Deshalb sind Maßnahmen wie gute Winterbereifung, angepasste Geschwindigkeit, ausreichender Abstand und Komfort-Checks vor der Fahrt wichtiger denn je. Gleichzeitig sollte jeder Autofahrer wissen, was im Ernstfall zu tun ist: Wer mit seinem Pkw plötzlich liegen bleibt, muss schnell und richtig reagieren, da es andernfalls für die Insassen sowie weitere Verkehrsteilnehmer gefährlich werden kann.
Kurzer Check vor Fahrtbeginn
Für die passende Bereifung ist es jetzt höchste Zeit. Winter- oder Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol (ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke) und ausreichender Profiltiefe von mind. 4 mm sind bei winterlichen Bedingungen unverzichtbar. Das Mindestprofil lässt sich leicht mit einer Zwei-Euro-Münze prüfen: Verschwindet der äußere, silberne Rand in den Hauptrillen, hat der Reifen noch ausreichend Profil. Der AvD rät zudem, vor jeder Abfahrt das Fahrzeug einem kurzen Check zu unterziehen. Sind die Scheiben und Spiegel frei, funktionieren Licht und Scheibenwischer einwandfrei?
Ist dies alles überprüft, sollte man mit Gefühl und Vorsicht losfahren. Auf glatten Straßen hilft eine defensive, umsichtige Fahrweise mit gedrosselter Geschwindigkeit, großzügig eingehaltenen Abständen sowie vorausschauendem Lenken und Bremsen. Zu bedenken ist, dass bei Nässe und Frost der Bremsweg um ein Vielfaches länger sein kann.
Autopanne, was nun?
Bei aller Vorsorge und Vorsicht kann es dennoch zu einer Panne kommen. Dann ist ruhiges sowie entschlossenes Handeln gefragt, damit es nicht zu weiterer Gefahr oder Schäden kommt. Der AvD empfiehlt folgende Vorgehensweise:
Sobald die Panne auftritt, Warnblinker an und, sofern möglich, auf einen Parkplatz oder zum Standstreifen hinsteuern.
Alle Insassen möglichst über die fahrbahnabgewandte Seite aus dem Fahrzeug holen, mit Warnweste versehen und an einen sicheren Ort hinter der Leitplanke bringen.
Warndreieck in ausreichender Entfernung (innerorts mind. 50 m, Autobahn mind. 150 m) entgegen dem Verkehr aufstellen.
Pannendienst kontaktieren und möglichst genau Ort und Panne beschreiben. Den AvD erreicht man über den kostenfreien Notruf 0800 – 990 990 9.
Wer frühzeitig vorsorgt, umsichtig fährt und weiß, wie er sich bei einer Panne richtig verhält, minimiert das Risiko für sich und andere Verkehrsteilnehmer deutlich. Der AvD wünscht eine gute und sichere Fahrt!
AvD – Der Automobilclub. Seit über 125 Jahren.
Mit seiner über 125-jährigen Historie ist der AvD der traditionsreichste Automobilclub Deutschlands. Seit seiner Gründung im Jahre 1899 vertritt der Club die Interessen der mobilen Gesellschaft. So gehörte der AvD bereits 1904 zu den vier Gründern der IAA (Internationalen Automobil-Ausstellung) in Frankfurt und war im selben Jahr Mitinitiator der AIACR (Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus) in Bad Homburg, aus der später der Automobilverband FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) hervorging. Ab 1918 bot der AvD die erste Kfz-Versicherung an und die von ihm ab 1924 ausgestellte „Bestallungsurkunde für Kraftfahrer“ gilt als Vorläufer des heutigen Führerscheins.
Auch im Motorsport ist der AvD seit jeher stark engagiert: So organisierte der Club den ersten Großen Preis von Deutschland bereits 1926 auf der legendären AVUS-Rennstrecke in Berlin. Seit 2022 erfreut sich die AvD Drift-Championship als noch junge Motorsportdisziplin international wachsender Beliebtheit. Den rund 1,4 Mio. Mitgliedern und Kunden steht ein umfangreiches Angebot zur Verfügung: Von der weltweiten Pannenhilfe mit eigener 24/7-Notrufzentrale über den globalen Auto- und Reiseschutz mit Krankenrücktransport bis hin zu Auto-, Unfall-, Rechtsschutz- und Auslands-Krankenversicherungen bietet der AvD alles für eine sichere Mobilität.
Text / Foto: Automobilclub von Deutschland (AvD)