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E.Bike 26

ADAC e-Ride - 10 Praxistipps fürs E-Bike in der kalten Jahreszeit

27. Oktober 2021

 • E-Bikes sind auch im Herbst und Winter praktische Fortbewegungsmittel

Gute Ausrüstung und erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich

Auch im Herbst und Winter: Mit dem E-Bike sicher unterwegs

(ADAC SE) Zweiräder, vor allem E-Bikes, sind in den kommenden Wochen und Monaten weiter angesagt, wenn es um die Fortbewegung auf dem Arbeitsweg und im ganz alltäglichen Leben geht.

Auch im Herbst und Winter kann man problemlos mit dem E-Bike unterwegs sein. Doch Aufmerksamkeit ist geboten, denn es gibt einige, mitunter tückische Fallen – besonders bei Nässe und Dämmerung. Nicht zuletzt Neueinsteiger auf einem Fahrrad mit Motorunterstützung sollten diese 10 Gebote in der kalten Jahreszeit beachten:

1. Geeignete Kleidung wählen

Die Kleidung für unterwegs sollte nicht zu warm, dafür aber atmungsaktiv, wind- und wasserdicht sein. Auffällige Farben und Reflektoren an Jacke und Hose sorgen zusätzlich für Sichtbarkeit und Sicherheit.

2. Helm tragen

Der Fahrradhelm ist zu jeder Jahreszeit ein unverzichtbares Accessoire. Die Risiken eines Sturzes werden durch die typischen „Herbstfallen“ allerdings erhöht, wie die Gebote 6 bis 10 zeigen werden.

3. Akku schonen

Gängige Akkus liefern bei Kälte nicht so üppig wie in warmer Umgebung. Das schmälert die Reichweite. Den Akku bei Kälte am besten nicht draußen am Rad laden. Besser im Haus oder der beheizten Garage, dabei gerne auch mit dem Ladevorgang warten, bis sich seine Temperatur angepasst hat. Nach dem Fahren nehmen Sie Ihren Akku am besten mit ins Warme. Lagern Sie ihn hier bei Raumtemperatur und setzen Sie ihn erst vor der nächsten Fahrt wieder ein.

4. Licht anschalten

Kurze Tage, lange Nächte. Auch schon tagsüber, spätestens in der Dämmerung, muss mit Licht gefahren werden. Vorder- und Rücklicht sowie Reflektoren müssen funktionieren und vorschriftsmäßig angebracht sein.

5. Bremsen dosieren

Vorausschauend fahren und auf richtige Dosierung achten. Scheibenbremsen sind nicht sehr anfällig für Kälte und Nässe. Sie packen aber sehr kräftig zu und der Reibungswiderstand zwischen Reifen und Fahrbahn ist dann meist nicht so hoch wie in der warmen Jahreszeit. Und nicht zu vernachlässigen sind die schon erwähnten „Herbstfallen“, die bei zu starkem Bremsen zusätzlich für Gefahr sorgen können.

Die fünf wichtigsten Fallen auf herbstlichen Straßen und Wegen hat ADAC e-Ride in den nun folgenden Geboten 6 bis 10 zusammengefasst:

6. Laub einkalkulieren

Liegt Laub auf der Straße oder auf dem Fahrradweg, ist das vor allem in Kurven und beim Abbiegen an Kreuzungen gefährlich. Sturzgefahr besteht außerdem beim Bremsen auf einem Fahrbahnstück mit (nassem) Laub. Gerade bei der Zufahrt an eine Kreuzung kann das Probleme bei nicht angemessenem Tempo bereiten. Der Bremsweg ist in solch einem Fall definitiv länger. Doch auch beim Beschleunigen und unmittelbar einsetzender Motorunterstützung des E-Bikes zeigt sich Laub auf dem Asphalt als mindestens gewöhnungsbedürftig und sollte achtsam befahren werden.

7. Straßenbahnschiene meiden

Wenn die meist parallel zur Fahrtrichtung verlaufenden Straßenbahnschienen gequert werden müssen, gilt allerhöchste Vorsicht. Nicht nur ist der Stahl bei Nässe nahezu eisglatt. Besonders die tief eingekerbte Fahrrille entlang der Bahntrasse kann das Vorderrad eines Zweirads „fangen“ und einen Sturz verursachen. Umso wichtiger ist es, die Schiene(n) immer in einem annähernd rechten Winkel (idealerweise 90°) zu queren.

8. Straßenmarkierungen beachten

Sanierungsarbeiten am Straßenbelag haben meist zur Folge, dass frische Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden. Diese weisen dann erheblich weniger Reibung auf als bereits vielbefahrene Mittelstreifen, Randmarkierungen oder Abbiegepfeile. Wird auf diesem weiß markierten Untergrund gebremst oder eine Kurve befahren, ist die Haftung deutlich geringer als auf dem reinen Teerbelag der Straße oder des Weges. Behutsam muss man beim Beschleunigen auf dem E-Bike vorgehen, gerade weil die Motorunterstützung oft unerwartet abrupt einsetzt.

9. Mit Gullydeckel rechnen

Stahl, zumal nass vom Regen oder Tau, ist so ziemlich der größte Feind der gummierten Bereifung herkömmlicher Personentransportmittel. Auf zwei Rädern unterwegs bleibt im Fall eines Falles viel weniger Spielraum, einen Sturz oder Crash abzuwenden. Deshalb Augen auf, vor allem in der Stadt, wo an jeder Ecke ein Gullydeckel, eine Schachtabdeckung oder ein Abflussgitter am Straßenrand lauern können. Selbst ein kurzer Kontakt damit kann einen Zweiradfahrer bereits aus der Bahn werfen.

10. Kopfsteinpflaster beherrschen

Fast nostalgisch anmutend und eher auf die Innenstadtlagen beschränkt ist das Kopfsteinpflaster eine gewisse Herausforderung an die Fahrkünste nicht nur der elektrisch unterstützten Zweiradfahrer. Unebenheiten und eine geringere Haftung sollten stets bedacht werden. Angepasste Geschwindigkeit sowie Vorsicht beim Abbiegen und bei der Kurvenfahrt sind Voraussetzung, um gut übers eigentlich liebenswerte Altstadtparkett zu kommen.


Text / Foto: ADAC / M.Garvelmann - Rebike Mobility