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Reise-News: Auf ein Glas Clozza – 650 Jahre Mineralquellen in Scuol

10. August 2019

Im Jahr 1369 wurden die Mineralquellen rund um Scuol erstmals urkundlich erwähnt. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts florierten der Bädertourismus und die Trinkkuren. Auch heute spielt das Wasser in der Wellnessdestination eine besondere Rolle, das Mineralbad Bogn Engiadina ist ein Publikumsmagnet. Am 23. August wird das Brunnenfest in Scuol gefeiert.

Nirgends in Europa entspringen dank dem sogenannten „geologischen Fenster“ Mineralquellen auf so engem Raum und in solch einer Vielfalt wie im Unterengadin: Allein in der Umgebung von Scuol sprudeln über 20 Quellen. Sie tragen Namen wie Lucius, Emerita, Clozza oder Bonifacius. Die Mineralquellen der Innschlucht beim Kurhaus Tarasp sind die mineralreichsten Quellen der Schweiz. 650 Jahre ist es her, seit diese erstmals urkundlich erwähnt wurden. Ende des 19. Jahrhunderts blühte der Bädertourismus so richtig auf: Trinkhallen, Bäder und Brunnen wurden erbaut – und damit erlangte die Gegend jene touristische Bedeutung, die sie bis heute hat. Anlässlich des Jubiläums werden bestehende Angebote der Inn-Region mit neuen Erlebnissen rund um das nasse Gut kombiniert. 

Brunnenfeste zum Jubiläum

Mit drei Brunnenfesten erweisen die Einheimischen in diesem Jahr dem Mineralwasser außerdem die Ehre: am 23. August in Scuol, am 4. Oktober in Ardez sowie am 26. Oktober in Ftan. Beim Brunnenfest in Scuol können Besucher an diesem Tag an humoristischen Theaterführungen vom Bogn Engiadina über die Mineralwasserbrunnen bis zur Quelle teilnehmen, inszeniert von der einheimischen Schauspielerin Annina Sedlacek und dem Schauspieler Nikolas Stocker. Umrahmt werden die Festivitäten von einem Konzert der Società da Musica Scuol. Zusätzliche Mineralwasserführungen finden an Sonntagen bis in den Herbst statt.

Ruhe und Erholung auf Rätoromanisch: Mineralbad Bogn Engiadina

Berühmt wurde Scuol um 1900 als „Bäderkönigin der Alpen“. Noch heute beinhaltet das Mineralbad Bogn Engiadina außer dem Solebad und den Kaltwassergrotten Becken mit Wasser der Mineralquellen Vi, Sotsass, Chalzina und Tulai. Mit Blick auf die Unterengadiner Bergwelt stehen sechs Innen- und Außenbäder mit Massagedüsen, Sprudeln, Wasserfällen und einem Strömungskanal sowie ein Solebecken zur Auswahl. Ein vielseitiges Wellness- und Therapieangebot ergänzt das Badevergnügen. Zum Abschalten und Träumen laden eine Liegewiese und ein Ruheraum mit Kaminfeuer ein. Eine Erlebniswelt für sich ist das separat buchbare Römisch-Irische Baderitual. Zum Bad gehört auch eine Saunalandschaft. Ein Ruhehaus mit Panoramablick, eine Liegewiese sowie ein Wandelgang mit Mineralwasserbrunnen aus verschiedenen einheimischen Quellen runden das Wellnesserlebnis ab.

Foto: Baden mit Aussicht auf die Unterengadiner Dolomiten im Mineralbad Bogn Engiadina in Scuol (c) Johannes Fredheim