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Reise-News: Aktivitäten im Schweizer Herbst wecken die Sinne

Freitag, den 9. August 2019

Der goldene Herbst verzaubert mit seinen magischen Farben und seinem warmen Licht. Es ist die Saison der kulinarischen Spezialitäten und traditionsreichen Feste – aber auch die beste Zeit, die Natur intensiv zu erleben. In der Schweiz bieten eine Vielzahl an Aktivitäten die Gelegenheit, das Land in dieser Jahreszeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad neu kennenzulernen. 


Moorpfad mit Torfbecken (Luzern-Vierwaldstättersee)

Rund um den Glaubenberg, zwischen Entlebuch und dem Lungerer- sowie Sarnersee, liegt die größte Moorlandschaft der Schweiz. In dieser artenreichen Landschaft lebt auch das gefährdete Auerhuhn, das sich hier richtig wohlfühlt. Als schwerfälliger Flieger meidet es dichte Wälder und schätzt Gebiete, in denen es bei Gefahr zu Fuß flüchten kann. Auf dem knapp sechs Kilometer langen Moorbäerpfad können Wanderer diese Landschaftsform kennenlernen und an 20 Infostationen mehr zu ihren Besonderheiten erfahren. Im knöcheltiefen Torfbecken beim Schwendi-Kaltbad erleben Neugierige das Hochmoor im wahrsten Sinne des Wortes hautnah. 

Wandern auf dem Kastanienweg (Tessin)

Der knorrige Kastanienweg des Alto Malcantone führt über eine Länge von 15 Kilometern durch die Dörfer Arosio, Mugena, Vezio und Fescoggia. Es geht durch Kastanienhaine und Birkenwälder, der Blick über die Steindächer der Dörfer reicht bis zum Monte Rosa. Unterwegs wird an sieben Stationen die Kultur des Kastanienanbaus in der Region erklärt. Wanderer lernen vieles über Kastanien, die einst in kleinen Steinhäusern auf Holzgittern ausgelegt wurden, damit sie über schwachem Feuer getrocknet und haltbar gemacht werden konnten. 


Weinrundgang in Sion (Wallis)

Bei diesem Stadtrundgang kommen sowohl historisch Interessierte als auch Weinkenner voll auf ihre Kosten. Auf der geführten Tour durch die historische Altstadt von Sion lernen die Teilnehmer eine der ältesten Städte der Schweiz kennen und degustieren fünf Weine aus der Region. Außerdem ist ein „Walliser Teller“ inklusive. Der Preis für die zweistündige Weintour liegt bei 59 Schweizer Franken (rund 53 Euro) pro Person, eine Voranmeldung beim Tourismusbüro in Sion ist erforderlich.

Wer noch mehr über die Geheimnisse des Weins erfahren will, der besucht im Anschluss den Weinpark „Les Celliers de Sion“. Seit 2018 gibt dieser Ort im Herzen des größten Schweizer Weinbaugebietes Einblick in den Schweizer Wein. 


Herzschlaufe Napf (Bern und Luzern-Vierwaldstättersee)

Die Radwanderroute „Herzschlaufe Napf“ führt in 155 Kilometern über aussichtsreiche Höhenzüge, durch tiefe Gräben und in pittoreske Ortskerne. In drei Tagesetappen umrundet sie den 1400 Meter hohen Napf in den Emmentaler Alpen. Die urige Landschaft und kaum befahrene Straßen machen sie zur perfekten Radwanderroute. Zwischen den drei Etappenorten Willisau, Langnau und Entlebuch öffnen sich jeweils 40 bis 60 Kilometer bestes Radwandervergnügen mit herbstlichen Landschaftseindrücken.


Tiere beobachten im Schweizerischen Nationalpark (Graubünden)

Im Val Trupchun wird es im Herbst laut und bunt: Wenn im September für die rund 500 Rothirsche im Tal die Brunftzeit anbricht, stehen die Chancen gut, dass die Besucher die imposanten Bewohner des Nationalparks sehen und auch hören. Von Mitte September bis Anfang Oktober finden geführte Tageswanderungen statt. Neben den Hirschen können auch Steinböcke, Gämsen, Murmeltiere und mit etwas Glück auch Bartgeier und Steinadler beobachtet werden. Die Kosten belaufen sich auf 25 Schweizer Franken (rund 22 Euro) pro Erwachsenem, eine Anmeldung ist erforderlich.

Die 14 Kilometer lange Rundwanderung von Prasüras oder vom Bahnhof in Schanf zur Alp Trupchun und zurück über den Höhenweg kann aber auch allein unter die Wanderschuhe genommen nehmen. Fernglas nicht vergessen! 


Foto: Kastanienweg im Malcantone (c) Schweiz Tourismus, Jan Geerk