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Gesundheit-News: Blähungen - unsere Tipps helfen bei Laktoseintoleranz

23. November 2021

Foto: Bei einer Laktoseintoleranz treten nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall auf

Gerade noch hat man den Milchkaffee, das Käsebrot oder den Eisbecher genossen - und kurze Zeit später fangen die Probleme an: Der Magen grummelt, es treten Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit oder gar  Durchfall auf. Betroffene können unter einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden.

Auch  Müdigkeit und Erschöpfung zählen zu den typischen Symptomen. Rund 15 bis 20 Prozent der westlichen Bevölkerung sind von einer solchen Laktoseintoleranz betroffen, weltweit sind es sogar rund 80 Prozent. Wer darunter leidet, kann die in Milchprodukten vorhandene Laktose nicht oder nur teilweise verdauen. Dies liegt an einer verminderten oder fehlenden Produktion des Enzyms Laktase.

Die unangenehmen Symptome treten immer dann auf, wenn Milchzucker konsumiert wird, also etwa Milch und Milchprodukte verzehrt werden. Wie Sie im Alltag besser mit einer Laktoseintoleranz zurechtkommen und wie Sie Milchprodukte sogar ohne "Folgen" genießen können, verraten unsere Tipps.

1. Tipp: Pflanzliche Alternativen wählen

Das Lebensmittelsortiment in den Supermärkten oder Drogerien ist inzwischen breit gefächert. So finden Sie meist problemlos Alternativen zu laktosehaltiger Kuhmilch. Zu den gebräuchlichsten gehören  Soja-, Mandel- und Kokosmilch. Sie können aber auch einmal Reis-, Hafer- oder Hanfmilch kosten. Alle diese Milchsorten haben einen sehr spezifischen Eigengeschmack - am besten probieren Sie verschiedene aus und entscheiden nach Geschmack. Auch Joghurt ist auf Basis von Soja, Kokos oder Lupinen erhältlich.

2. Tipp: Mit Laktasepräparat Milchprodukte ohne "Folgen" genießen

Auch für alle, die auf den Genuss von normaler Kuhmilch und anderen Milchprodukten nicht verzichten möchten, aber dennoch keine Bauchschmerzen und Blähungen riskieren wollen, gibt es eine unkomplizierte Lösung. So können Sie zum Essen ein Laktasepräparat zu sich nehmen. Das Präparat in Tablettenform zum Einnehmen sowie in Pulverform zum Einrühren in die Speisen oder zum Drüberstreuen ersetzt das fehlende körpereigene Enzym auf natürliche Weise und macht so Milchprodukte und andere laktosehaltige Speisen verdaulich.

Es ist in unterschiedlichen Dosierungsstärken erhältlich. Praktisch für unterwegs, etwa den Restaurantbesuch oder eine Essenseinladung bei Freunden, wo man nicht immer nachprüfen kann, ob die Speisen auch wirklich laktosefrei sind, ist der Direktstick, der in jede Handtasche oder ins Portemonnaie passt.

3. Tipp: Augen auf beim Einkauf - heimliche Laktoselieferanten vermeiden

Dass Milch und Milchprodukte Laktose enthalten, ist bekannt. Doch wissen Sie auch, dass Sie bei Süßigkeiten wie Schokolade, Pralinen und Bonbons sowie bei Fertigprodukten aufpassen müssen? Fertigsaucen oder Tiefkühlpizza etwa enthalten oftmals versteckte Laktose und können Bauchschmerzen und Blähungen auslösen. Ebenso können Wurstwaren, Brot, Brötchen und Kuchen Laktose beinhalten.

Daher sollten Sie die Zutatenliste immer genau studieren und gegebenenfalls beim Bäcker und Metzger nachfragen. Übrigens: Laktose versteckt sich auch hinter Begriffen wie Milchzucker, Milchpulver, Molke, Molkenpulver oder Molkenerzeugnis.

4. Tipp: Kalziummangel vorbeugen: Wenn Käse, dann alten

Wer wegen einer Laktoseunverträglichkeit auf Milchprodukte verzichtet, sollte darauf achten, genügend Kalzium aus anderen Quellen zu sich zu nehmen, um etwa einer Osteoporose vorzubeugen. Gute  Kalziumlieferanten sind neben vielen Mineralwässern Gemüsesorten wie Brokkoli, Spinat, Grünkohl und Fenchel. Übrigens: Sogar empfindliche Laktoseintolerante vertragen meist lang gereiften Käse wie alten Emmentaler, in dem kaum noch Milchzucker steckt, dafür aber jede Menge Kalzium.

 

Text / Foto: djd/Hübner Naturarzneimittel GmbH/CHAjAMP-shutterstock.com