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Stress 18

Gesundheit-News: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - Psychisch gesund bleiben

18. Juli 2021

Auf Belastungen, denen wir in unserem Lebensalltag ausgesetzt sind, reagiert der Organismus mit Stress: Unser Körper befindet sich dann in einer dauerhaften körperlichen und psychischen Anspannung.

Bio­lo­gisch gesehen handelt es sich bei Stress um einen Alarmzustand, der den Organismus auf eine höhere Leistungs­bereitschaft einstellt. Dieser Zustand ist nicht generell schlecht: Kurzfristiger Stress kann die Leis­tungs­­fähigkeit steigern und helfen, schwierige Aufgaben zu meistern.

Auswirkungen von Stress

Zwischen Beruf, Familie, Partnerschaften und persönlichen Ansprüchen lässt sich Stress im Leben vieler Frauen jedoch nicht vermeiden. Chronischer Stress tritt dann auf, wenn die Häufigkeit und Intensität der Belastungen die eigenen Ressourcen zur Stressbewältigung über­stei­gen. Insgesamt fühlen sich mehr Frauen (13,9 Prozent) als Männer (8,2 Prozent) durch chronischen Stress belastet. Dauerhafter Stress, kann nega­tive Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Mit Stress umgehen

Ob Frauen Stress als Belastung oder als Herausforderung sehen, und ob er sich negativ auf die Gesundheit auswirkt, hängt von vielen Fak­toren ab. Frauen, die mit ihrem Leben zufrieden sind, eine Aufgabe haben, die ihnen Spaß macht, und ein soziales Umfeld, das sie unter­stützt, haben gute Voraussetzungen mit Stress gut umzugehen. Darüber hinaus ist ein ausgewogenes Verhältnis von Anspannung und Ent­span­nung für die psychische Gesunderhaltung sehr wichtig.

Sie sollten stets auch auf Ihre Bedürfnisse achten. Es geht nicht darum, immer allen Erwartungen und Anforderungen gerecht zu werden. Ver­schie­dene Maßnahmen zur Work-Life-Balance und für ein gesundes Leben aber auch Unterstützung aus dem Umfeld können zu Ihrem seelischen Wohlbefinden beitragen. Unterschiedliche Entspannungs­ver­fahren und positive Bewältigungsstrategien helfen, mit dem all­täg­lichen Stress umzugehen. Auch kleine Schritte im Alltag können helfen, dem Stress vorzubeugen.

Verspüren Sie jedoch eine dauerhafte Überforderung oder haben Sie bereits ernste Symptome einer psychischen Erkrankung, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Dies ist kein Zeichen von Schwäche, denn jeder Mensch kann krank werden und psychische Krankheiten sind genauso ernst zu nehmen wie körperliche.

Zusammenfassung

Chronischer Stress entsteht, wenn die Häufigkeit und Intensität der Belastungen die eigenen Ressourcen zur Stressbewältigung übersteigen

Dauerhafter Stress, kann negative Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit haben

Verschiedene Maßnahmen zur Work-Life-Balance, Entspan­nungs­verfahren und eine gesunde Lebens­weise können Frauen dabei helfen, ihren Stress zu reduzieren

Sollten Sie sich dauerhaft überfordert fühlen oder Anzeichen einer seelischen Erkrankung bei sich feststellen, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.


Text: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)