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Darm 21

Gesundheit-News: Training für den Darm - Kann Bewegung wirklich Verdauungsbeschwerden beeinflussen?

21. Februar 2021

Foto: Ein Großteil des "Glückshormons" Serotonin wird im Darm produziert.

(djd). "Dem Bauchgefühl folgen" oder "etwas aus dem Bauch heraus entscheiden": Das sagt man nicht ohne Grund. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, sind Darm und Gehirn über den sogenannten Vagusnerv direkt miteinander verbunden.

Dieser koordiniert nicht nur die Verdauung, die Herzfrequenz, Blutdruck oder Atmung, sondern beeinflusst auch unsere Stimmlage und sogar unseren Gesichtsausdruck. Mehr noch: Er hat direkten Zugang zum Darminhalt und kann diesen "erspüren".

Von Darmzufriedenheit bis Darmdemenz

Ist der Darm zufrieden, zeigt er das auch: Die Aktivität des Vagusnervs ist dann erhöht. Und das kann unsere Psyche beruhigen und angstlösend wirken. Prof. Dr. med. Gregor Hasler, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Freiburg in der Schweiz, erklärt: "Neben dem Vagusnerv stehen dem Darm Dutzende von Hormonen zur Verfügung, um Körper und Hirn über seine Darmwelt zu informieren." Und auch positive Emotionen entstehen im Verdauungsorgan. So wird der Großteil des "Glückshormons" Serotonin dort produziert.

Umgekehrt hat auch das Hirn viele Möglichkeiten, den Darm zu steuern. Es kann bei Stress die Verdauung auf Sparflamme einstellen und so Verstopfungen verursachen. Darüber hinaus nimmt der Alterungsprozess in Form einer "Darmdemenz" oft Einfluss: "Hirn- und Darm-Nervenzellen haben viele gemeinsame Eigenschaften", erläutert Prof. Hasler. "Dazu gehört, dass sich Nervenzellen kaum neu bilden. Das heißt, ist eine Darm-Nervenzelle erschöpft und stirbt ab, wird sie nicht ersetzt. Dies kann dazu führen, dass das Darm-Hirn 'dement' wird. Dann funktioniert es nicht mehr optimal und Verstopfungen können entstehen.

Bei Verstopfungen können gut verträgliche und zuverlässige Medikamente eingenommen werden. Dazu gehören die Wirkstoffe Bisacodyl, Natriumpicosulfat oder Macrogol, alle zu finden in der Produktpalette von Dulcolax. Je nach Wunsch und Produkt können sie sowohl planbar über Nacht als auch schonend in 24 bis 72 Stunden wirken - sowie binnen 15 bis 30 Minuten, wenn es schnell gehen soll.

Tipps fürs Wohlbefinden

Da Gefühlsleben und Darm in direkter Wechselwirkung zueinanderstehen, sollte für beide gut gesorgt werden. Hierfür sind eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, genügend Bewegung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilfreich. Ebenso wichtig ist es, der Seele Gutes zu tun - etwa durch Stressabbau, regelmäßige Auszeiten und positive Erlebnisse.


Text / Foto: djd/Sanofi/Dulcolax/123RF/Craig Robinson