header-placehodler
MAGDEBURGER-NEWS.DE


image header
image
M  nnerarzt 22

Gesundheit-News: Beim Männerarzt - Bei Symptomen von Testosteronmangel ist Angst vor der Untersuchung unnötig

22. Mai 2020

Foto: Andrologen und Urologen sind geübt im Umgang mit Männerproblemen. Meist sind Gespräch und Untersuchung viel harmloser als gedacht.

(djd). Etwa jeder fünfte Mann über 60 leidet an alters- oder krankheitsbedingtem Testosteronmangel. Aber auch Jüngere können betroffen sein, besonders, wenn sie Risikofaktoren wie Übergewicht oder Diabetes mellitus Typ 2 aufweisen. Typische Symptome können eine sinkende Libido und Erektionsstörungen sein.

Auch schwindende Muskeln und Körperhaare, ein wachsender Bauch und Brustansatz, chronische Müdigkeit sowie Schlafstörungen, Leistungsschwäche und depressive Verstimmungen können auf einen Testosteronmangel hindeuten. Treten eine oder mehrere dieser Beschwerden auf, wird es Zeit, einen Arzt aufzusuchen.

Erste Anlaufstelle Hausarzt?

Am besten bespricht Mann seine Symptome zunächst mit dem Hausarzt. Ist dieser nicht mit dem Thema vertraut, schreibt er eine Überweisung zum Urologen oder Andrologen, auch Männerarzt genannt. Der Mediziner wird Fragen zum Gesundheitszustand stellen und eventuell einen Fragebogen zu den Beschwerden ausfüllen lassen. Hilfreich für das Erstgespräch kann es sein, einen bereits ausgefüllten Selbsttest als Ausdruck oder auf dem Handy mitzubringen, wie er etwa unter www.mannvital.de zu finden ist. Dann folgt die körperliche Untersuchung, um andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen.

Für die Bestimmung des Testosteronwertes wird außerdem zweimal im Abstand von wenigen Wochen Blut abgenommen. Liegt der Wert zu niedrig und weist der Patient Symptome eines Testosteronmangels auf, kann der Arzt eine Testosterontherapie verschreiben, deren Kosten in der Regel von der Krankenkasse übernommen werden.

Behandlung kann Beschwerden lindern

Gängige Präparate in Deutschland sind Testosteronspritzen oder -gele. Letztere müssen einmal täglich auf bestimmte Hautareale (etwa Schultern und Oberarme) aufgetragen werden. Gele führen zu gleichmäßigen Testosteronwerten, sind leicht zu handhaben und flexibel in ihrer Dosierung. Wer keine tägliche Anwendung wünscht, für den ist ein vom Arzt verabreichtes Injektionspräparat die bessere Wahl. Hier kann zwischen kurz- und langwirksamen Depotspritzen gewählt werden, wobei letztere ebenfalls für relativ gleichmäßige Testosteronspiegel sorgen.

Welches Präparat sich am besten eignet, ist von verschiedenen Faktoren abhängig und sollte gemeinsam von Arzt und Patient entschieden werden. Unabhängig vom Präparat kehren nach Therapiebeginn Libido und Antriebskraft in der Regel innerhalb von drei bis vier Wochen zurück, und auch die anderen Symptome bessern sich im weiteren Verlauf der Behandlung meist deutlich. Ergänzend sollten Männer möglichst mindestens dreimal pro Woche in Bewegung kommen. Jeweils 40 bis 60 Minuten sportliche Aktivität pushen den Hormonspiegel und unterstützen so die Therapie.

 

Text / Foto: djd/DR. KADE/BESINS/Getty Images/Martin Barraud