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Gesundheit-News: Das Gehör in Gefahr

20. Juli 2019

Initiative klärt auf und unterstützt deutschlandweit mit qualifizierter Beratung

(djd). Über unser Gehör nehmen wir unsere Umwelt wahr und erkennen Gefahren, lange bevor wir sie sehen. Auch lernen wir über das Gehör das Sprechen - Grundlage unserer Kommunikation mit anderen. Doch bei immer mehr Menschen funktioniert dieser wichtige Sinn nicht mehr so, wie er soll. Rund 13,5 Millionen Deutsche sind von einer Hörminderung betroffen und die Zahlen steigen weiter.

Vielen ist ihre Hörminderung nicht bewusst

Die meisten glauben, sie würden rechtzeitig erkennen, wenn ihr Gehör nachlässt. "Das ist ein Mythos", weiß Experte Dr. Horst Hessel von der Initiative "Ich will hören". "Ein Hörverlust entwickelt sich oft schleichend und kann lange kompensiert werden." Meist seien es Familienmitglieder, Kollegen oder Freunde, die einen darauf hinweisen, dass man lauter spricht oder öfter nachfragt. "Wer den Eindruck hat, dass ihn das Hören anstrengt, sollte schnellstmöglich einen Hörtest machen." Einen ersten Anhaltspunkt, wie es um das eigene Gehör bestellt ist, kann zum Beispiel ein kurzes Online-Hörquiz unter www.ich-will-hoeren.de geben. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, umfassend über das Thema aufzuklären und Betroffene mit Informationen und persönlicher Beratung bundesweit zu unterstützen.

Zu den größten Gefahren für unsere Ohren gehören laute Umgebungsgeräusche, etwa am Arbeitsplatz. Doch auch in der Freizeit bestehen Risiken. Was vielen nicht bewusst ist: Besonders das laute Hören über Kopfhörer kann langfristig zu Schäden führen. Bei immer mehr Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden zum Teil massive Hörminderungen festgestellt. In vielen Fällen ist ein Hörgerät dann das Mittel der Wahl.

Lösungen für (fast) jedes Hörproblem

Reicht ein Hörgerät nicht mehr aus, kann ein Cochlea-Implantat der Weg zurück in die Welt des Hörens sein. Ein winzig kleiner Elektrodenträger wird in die Hörschnecke (lat. Cochlea) eingesetzt und leitet Signale direkt an den Hörnerv weiter. Auf der Website www.ich-will-hoeren.de oder unter der Hotline 0511 5420441 können Interessierte ein kostenloses Infopaket anfordern. Zusätzlich sind unter www.rgz24.de/cochlea-implantat wichtige Fakten zum Thema zusammengestellt. "Je besser Betroffene aufgeklärt werden, desto eher lassen sich die meisten Hörprobleme lösen", sagt Dr. Horst Hessel. Wie wichtig das ist, zeigen aktuelle Schätzungen: Weltweit könnte sich die Zahl der von Hörminderung Betroffenen von derzeit rund 466 Mio. Menschen bis 2050 auf 900 Millionen fast verdoppeln.

Foto: Wenn Hörgeräte nicht mehr ausreichen, kann ein Cochlea-Implantat oft helfen. Einige Modelle sind von außen kaum sichtbar. / © djd/www.ich-will-hoeren.de