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Zum Weltgesundheitstag 2017: Förderung der psychischen Gesundheit im Fokus.

Magdeburg/LVG. Die Förderung der psychischen Gesundheit als übergreifende
Aufgabe bei den Gesundheitszielen Sachsen-Anhalts gewinnt zunehmend an
Bedeutung, meint Martina Kolbe, Geschäftsführerin der Landesvereinigung für
Gesundheit LVG. Sie erinnert anlässlich des diesjährigen
Weltgesundheitstages am heutigen 7.  April, der unter dem Motto „Depression
– Let‘s talk“ steht, daran, dass psychische Erkrankungen wie Depressionen
und Angstzustände laut DAK-Gesundheitsreport 2016 landesweit um mehr als elf
Prozent anstiegen und nach Muskel-Skelett- sowie Atemwegerkrankungen den
dritten Platz bei den krankheitsbedingten Fehltagen von Sachsen-Anhalts
Beschäftigten einnahmen. 

Zunehmende  Arbeitsverdichtung, steigende Anforderungen an Flexibilität und
Multitasking werden als mögliche Gründe für die steigende Zahl psychischer
Erkrankungen angenommen. Darum sollte bei der betrieblichen
Gesundheitsförderung künftig vermehr darauf geachtet werden, Arbeit so zu
gestalten, dass Mitarbeiter/-innen gar nicht erst seelisch erkranken,
sondern positive Impulse von Arbeit ihre psychischen Gesundheitspotenziale
verstärken. Die LVG engagiert sich im Rahmen der Gesundheitsziele seit
Jahren für die Verbesserung der seelischen Gesundheit der Beschäftigten,
sagt deren Geschäftsführerin, und verweist darauf, dass es in den
Zielbereichen Ernährung, Bewegung und Sucht zahlreiche Anknüpfungspunkte
nicht nur zur körperlichen, sondern auch zur psychischen Gesunderhaltung und
zum psychischen Wohlbefinden gebe. In mehreren Modellprojekten wird zum
Beispiel erprobt, wie durch Förderung der Resilienz die inneren
Widerstandskräfte von Menschen aller Altersgruppen gestärkt werden können.
So wurden gemeinsam mit Erzieherinnen von Kindertagesstätten „Schätze
gehoben“. Bei diesem Projekt zur Resilienzförderung ging es speziell um die
Belastungen der KiTa-Erzieherinnen sowie um die Förderung von deren
seelischen Wohlbefinden. Dabei wurde ressourcenorientiert und gezielt bei
den Stärken und Schutzfaktoren der Pädagogischen Fachkräfte, Kinder und
Eltern angesetzt. 

„Arbeit ist eine wichtige gesundheitliche Ressource“, meint Martina Kolbe.

Vor dem Hintergrund zunehmender seelischer Erkrankungen in der Arbeitswelt
müssen Betriebe und Behörden bei Projekten zur betrieblichen
Gesundheitsförderung stärker als bisher auch psychosoziale Aspekte
thematisieren und aufgreifen, so Sachsen-Anhalts LVG-Geschäftsführerin am
Weltgesundheitstag 2017. 

Der Weltgesundheitstag wird seit 1948 alljährlich am Gründungsdatum der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) begangen und widmet sich jeweils einem
neuen Gesundheitsthema von globaler Relevanz. Ziel ist es, dieses aus der
Sicht der WHO vorrangige Gesundheitsproblem ins Bewusstsein der
Weltöffentlichkeit zu rücken. Viele von der WHO bislang vorgegebene Themen
betrafen vorrangig die zum Teil dramatischen gesundheitlichen Verhältnisse
in Entwicklungsländern und appellierten an die Industrieländer, den ärmeren
Ländern zusammen mit der WHO bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen. Andere
Themen, wie Impfschutz, Ernährung, Rauchen, Unfälle und Familiengesundheit
waren für Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen aktuell und
relevant.

Ansprechpartnerin: LVG, Frau Kolbe, Tel: 0391/ 83 64 111