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Magdeburg: Partner unterzeichnen Kooperationsvertrag zur Fortführung des „Fifty-fifty-Taxis“

Verkehrssicherheit


Sachsen-Anhalts Minister für Inneres und Sport, Holger Stahlknecht, hat heute mit dem Geschäftsführenden Präsidenten des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Dr. Michael Ermrich, mit Wilma Struck von  der AOK Sachsen-Anhalt und Christine Rettig vom ADAC Sachsen-Anhalt sowie Mike Bröhl vom Medienpartner Radio Brocken und Winfried Bahr als Vertreter der Taxigenossenschaften die Fortsetzung des „Fifty-fifty-Taxis“ vereinbart.

Das Verkehrssicherheitsprojekt wurde im Jahr 1999 ins Leben gerufen und richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren. Ziel war und ist es, die Anzahl verunglückter junger Erwachsener auf Heimfahrten von der Disko am Wochenende zu senken, indem Sponsoren mit sogenannten Fifty-fifty-Tickets die Hälfte der Kosten für ein Taxi übernehmen und so Anreize schaffen, nach abendlichen Ausflügen ein Taxi für die Heimfahrt zu nutzen.

Innenminister Holger Stahlknecht: „Erstmals seit dem Projektstart wurde in den sogenannten Disko-Nächten an den Wochenenden kein tödlich Verunglückter dieser Altersgruppen verzeichnet. Das ist eine Tatsache, über die wir uns alle freuen und die wir natürlich beibehalten wollen. Daher ist es gut, dass wir auch in diesem Jahr die Aktion weiter fortführen.“

Wilma Struck, Landesrepräsentantin der AOK Sachsen-Anhalt, betont, warum die AOK die Aktion von Beginn an unterstützt: „Als Gesundheitskasse lautet unser Grundsatz: Vorsorgen ist besser als Heilen. Prävention bedeutet aber nicht nur gesund essen und Sport treiben. Auch Unfälle vermeiden kann dazugehören. Und das ist unser Ziel: Als Partner der Aktion möchten wir junge Menschen sensibilisieren, nach dem Feiern besser ein Taxi zu nutzen, statt selbst zu fahren.“

Christine Rettig, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit im ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt: „Die Verkehrssicherheitsarbeit für junge Leute liegt uns als Mobilitätsdienstleister besonders am Herzen. Den sicheren Nachhauseweg mit dem ‚Fifty-fifty-Taxi‘ zu unterstützen, ist dabei für uns eine gute Möglichkeit zur Prävention von Unfällen. Ein kleiner Baustein, um Jugendlichen, aber auch ihre Familien zu helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Für mehr Sicherheit auf der Straße.“

Im Jahr 2016 hat sich auch insgesamt der rückläufige Trend bei den im Straßenverkehr Verunglückten in der Altersgruppe der 18- bis unter 25-Jährigen weiter fortgesetzt. So ist hier erneut ein Rückgang um 73 Verunglückte (- 5,3 Prozent) auf insgesamt 1.301 verunglückte junge Leute zu verzeichnen. Damit ist bei dieser Altersgruppe mit einem Bevölkerungsanteil von 5,3 Prozent und einem Anteil von 3,8 Prozent an den Getöteten zum ersten Mal ein prozentualer Anteil an den Getöteten unterhalb ihres Bevölkerungsanteils zu verzeichnen.

Minister Stahlknecht: „Die langjährigen Bemühungen, die Verkehrssicherheit gerade in dieser Altersgruppe zu verbessern, scheinen damit langsam zu greifen. Gleichwohl bleibt diese Altersgruppe auch weiterhin eine Hauptzielgruppe der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit.“

Weitere Informationen

Junge Leute im Alter zwischen 16 und 26 Jahren haben die Möglichkeit, Taxitickets zum Preis von 1,25 Euro in allen Sparkassen Sachsen-Anhalts, den ÖSA-Agenturen, den Beratungsstellen der LBS und in den drei Service-Centren des ADAC in Sachsen-Anhalt zu erwerben. Das Ticket selbst hat dann einen Abrechnungswert von 2,50 Euro und kann bei allen teilnehmenden Taxiunternehmen jeweils am Freitag und Samstag ab 20:00 Uhr bis 06:00 Uhr des Folgetages sowie vor und an den gesetzlichen Feiertagen zur Heimfahrt von der Disko nach Hause bei den teilnehmenden Taxi-Unternehmen eingesetzt werden. Den Differenzbetrag pro Ticket von 1,25 Euro stellen Sponsoren dem abrechnenden Taxi-Unternehmen zur Verfügung.

Die Zahl von fast 670.000 verkauften Tickets seit Aktionsbeginn, davon allein über 34.400 abgerechnete Tickets im Jahr 2016, macht deutlich, dass diese Initiative gut angenommen wird. Zu den Käufern dieser Tickets zählen nicht nur die jungen Erwachsenen selber, zunehmend erwerben auch Eltern und Großeltern die Tickets, um sie ihren Kindern und Enkelkindern zu schenken.