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Filmtipp-News: Drama: Jeder stirbt für sich allein (ARTE / 20:15 - 21:55 Uhr)

Mittwoch, den 4. September 2019

Handlung

Otto Quangel (Carl Raddatz) und seine Frau Anna (Hildegard Knef) sehen ihren Sohn zum letzten Mal, als dieser im Jahre 1940 während eines Urlaubs in Berlin seinen Marschbefehl erhält. Bald darauf erreicht sie die Nachricht, dass er in Frankreich gefallen ist - "für Führer, Volk und Vaterland", wie es im offiziellen Jargon der Nazis heißt. Für Anna bricht mit dem Tod ihres einzigen Kindes die Welt zusammen. In ihren Augen ist der pathetisch proklamierte "Heldentod" nichts weiter als ein Mord, den Hitler zu verantworten hat. 

Als ihr ein Stapel unbenutzter Feldpostkarten in die Hände fällt, schreibt sie auf eine der Karten, wie ihr zumute ist: "Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet ..." Sie legt die Karte heimlich in der Stadt ab, in der Hoffnung, ein paar Menschen auf diese Weise aus ihrem blinden Glauben an Hitler wachrütteln zu können. Ihr Mann, Werkmeister in einem großen Tischlereibetrieb, in dem kriegsbedingt vorwiegend Särge produziert werden, schließt sich seiner Frau an. Die beiden deponieren Karten mit ihrem persönlichen Aufruf zum Widerstand an vielen Stellen der Stadt. 

Die Suche nach dem "Klabautermann", wie die Gestapo die unbekannten Schreiber der Karten nennt, fällt zunächst schwer. Die meisten Protestschreiben werden von obrigkeitshörigen Bürgern bei der Polizei abgeliefert. Als Kommissar Escherich (Martin Hirthe) mit Hilfe des schmierigen Hauswarts Borkhausen (Heinz Reincke) den Quangels dann doch auf die Spur kommt, landet das Ehepaar vor dem "Volksgerichtshof". Die Verhandlung ist eine bloße Farce, das Todesurteil gegen beide steht längst fest.


Laufzeit:100 Minuten
Genre:Drama, D
Regie:Alfred Vohrer

Schauspieler:

Anna QuangelHildegard Knef
Otto QuangelCarl Raddatz
Trudel BaumannSylvia Manas
Escherich, KommissarMartin Hirthe
Frau HäberleBrigitte Mira
Enno KlugePeter Matic