veröffentlicht am Dienstag, 5. Mai 2026
Magdeburg/Halle. Der Verbraucherpreisindex stieg im April 2026 auf einen Stand von 127,3 (Basis 2020 = 100). Das Statistische Landesamt teilt mit, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im April um 3,1 Prozent zum Vorjahr und um 1,0 Prozent zum März 2026 gestiegen sind.
Mit einer deutlichen Steigerung um 12,4 Prozent erhöhten sich die Preise für Energie überdurchschnittlich im Jahresvergleich. Hierbei verteuerten sich Dieselkraftstoff (+44,6 Prozent), Heizöl, einschließlich Betriebskosten (+33,2 Prozent), Flüssiggas, Füllung eines Tankbehälters (+31,1 Prozent) und Superbenzin (+24,0 Prozent) weit über der durchschnittlichen Inflationsrate. Andere Energieträger, wie beispielsweise Strom (-1,4 Prozent), Erdgas, einschließlich Betriebskosten (-2,0 Prozent) oder Fernwärme und Anderes (-2,5 Prozent) wurden für die Verbraucher günstiger.
Deutliche Preisanstiege wurden auch in anderen Bereichen gemessen. So stiegen die Preise im Bildungswesen im Schnitt um 6,6 Prozent. Preistreibend wirkten hier die Erhöhungen der Studiengebühren und Immatrikulationsgebühren (+14,7 Prozent), aber auch die Entgelte für weiterführende Schulen (+8,4 Prozent) und Dienstleistungen des Elementarbereichs (+6,8 Prozent). Weniger stark stiegen die Preise bei Möbeln, Leuchten, Geräten u. a. Haushaltszubehör. Die Preise in dieser Gruppe blieben weitgehend preisstabil (+0,2 Prozent).
Neben stark gestiegenen Preisen für Verkehr (+3,3 Prozent) entwickelten sich die Kosten für Bekleidung und Schuhe (+1,5 Prozent) im April 2026 überdurchschnittlich zum Vormonat. Die Kunden mussten hier bei Schuhen moderate Preissteigerungen um 0,4 Prozent in Kauf nehmen, für Bekleidung betrugen diese 1,7 Prozent.
Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken stiegen die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent zum Vormonat und damit unterdurchschnittlich. Auch alkoholische Getränke und Tabakwaren dämpften die Monatsentwicklung (+0,3 Prozent).
Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: freepik/fxquadro