veröffentlicht am Montag, 4. Mai 2026
Magdeburg. 2025 bezogen 28.730 Sachsen-Anhalter Elterngeld und damit etwa 4,3 Prozent weniger als 2024 (30.023). Der Rückgang war bereits der sechste in Folge und entsprach in etwa der Geburtenentwicklung (-4,4 Prozent) . Etwa 24,0 Prozent der Elterngeldbeziehenden waren Männer (6.907).
Der Anteil von Müttern und Vätern mit Elterngeld, die vor der Geburt erwerbstätig waren, lag bei 76,9 Prozent (22.103). Er unterschied sich deutlich zwischen den Geschlechtern, denn während 71,1 Prozent (15.510) der Mütter vor der Entbindung einer Erwerbstätigkeit nachgegangen waren, waren knapp 95,5 Prozent (6.593) der Väter vor der Geburt des Kindes erwerbstätig.
Die durchschnittliche Höhe des Elterngeldanspruchs lag bei 954 Euro im Monat. Die Frage, ob vor der Geburt eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wurde, war maßgeblich für die Höhe des Elterngeldanspruchs, denn dieser betrug mit Erwerbstätigkeit 1.160 Euro und ohne 270 Euro. Ohne Inanspruchnahme von Elterngeld Plus war der Betrag höher (1.079 Euro) als mit Elterngeld-Plus-Bezug (677 Euro), unabhängig von einer vorherigen Erwerbstätigkeit.
Die meisten Elterngeldbeziehenden gab es dort, wo es auch die meisten Kinder gab: in den beiden Großstädten Halle (Saale) (4.121) und in der Landeshauptstadt Magdeburg (3.570). Der Väteranteil an den Elterngeldempfangenden erreichte seinen höchsten Wert im Burgenlandkreis (26,8 Prozent; 626 von 2.338) und den niedrigsten im Salzlandkreis (21,1 Prozent; 480 von 2.274). In den Landkreisen Börde (1.052 Euro) und Saalekreis (1.055 Euro) wurden im Durchschnitt monatlich die höchsten Elterngeldansprüche generiert. Mit 893 Euro bzw. 859 Euro war das Elterngeld in den kreisfreien Städten Dessau-Roßlau und Halle (Saale) am geringsten.
Elterngeld Plus wird über einen längeren Zeitraum ausgezahlt als das sogenannte Basiselterngeld und soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie insbesondere bei Teilzeittätigkeit erhöhen. Entsprechend erhielten Elterngeld-Plus-Beziehende die Leistung im Durchschnitt 16,3 Monate gegenüber 9,3 Monaten ohne Elterngeld Plus. Die Elterngeldstatistik ist eine zentrale Bundesstatistik, welche vom Statistischen Bundesamt durchgeführt wird.
Berechnet wurde der Geburtenrückgang mithilfe der vorläufigen und überlagerten Geburtenzahl (11.978). Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung werden ab Berichtsjahr 2025 die Geburtenzahlen mithilfe der Cell-Key-Methode leicht verändert. Dadurch bedingt addieren sich die jeweiligen Einzelwerte einer Tabellenzeile oder -spalte nicht notwendigerweise zur ausgewiesenen Gesamtsumme.
Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pixabay