veröffentlicht am Mittwoch, 25. Februar 2026
Magdeburg/Halle. Die Betriebe des Bauhauptgewerbes (Hoch- und Tiefbau sowie Vorbereitende Baustellenarbeiten) in Sachsen-Anhalt erwirtschafteten in den Monaten Januar bis Dezember 2025 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 3.157,9 Millionen Euro, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Umsatz damit nominal (nicht preisbereinigt) um 92,4 Millionen Euro (+3,0 Prozent) zu. Dabei hatte allerdings nur die Hälfte der sechs Bausparten nominal höhere Umsätze als vor Jahresfrist.
Wird das gesamte letzte Jahr betrachtet, wurde die Umsatzdynamik vor allem von den Bauaktivitäten im gewerblichen und industriellen Tiefbau (+85,2 Millionen Euro bzw. +7,9 Prozent) sowie im sonstigen (öffentlichen) Tiefbau (+64,3 Millionen Euro bzw. +15,4 Prozent) getragen. Die Bausparten des Hochbaus verzeichneten dagegen in ihrer Gesamtheit nominal einen leichten Rückgang um 5,9 Millionen Euro (-0,6 Prozent), den größten Umsatzeinbruch verbuchte dabei wiederum der Wohnungsbau (-44,0 Millionen Euro bzw. -15,1 Prozent). Nur der gewerbliche und industrielle Hochbau konnte ein deutliches Plus verzeichnen (+49,2 Millionen Euro bzw.+10,1 Prozent). Wie auch schon in den vergangenen Jahren wurden mehr als die Hälfte aller baugewerblichen Umsätze im gewerblichen und industriellen Bau erzielt (ein Anteil von 53,8 Prozent). Der reale (preisbereinigte) Umsatz ging dagegen 2025 um 1,3 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurück. Die sechs Bausparten erfuhren dabei Umsatzveränderungen zwischen -17,9 Prozent im Wohnungsbau und +10,3 Prozent im sonstigen Tiefbau.
Der Gesamtwert der Auftragseingänge im sachsen-anhaltischen Bauhauptgewerbe belief sich 2025 auf 2.915,7 Millionen Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entsprach das nominal einem Rückgang um 47,7 Millionen Euro bzw. 1,6 Prozent. Die Auftragseingänge in Sachsen-Anhalt entwickelten sich 2025 entgegengesetzt zu den Umsätzen: Im Hochbau wurden 4,1 Prozent mehr Aufträge geordert, im Tiefbau dagegen 3,5 Prozent weniger. Hohe Zuwächse verzeichneten dabei der gewerbliche und industrielle Tiefbau (+190,8 Millionen Euro bzw. +18,7 Prozent) und der gewerbliche und industrielle Hochbau (+39,3 Millionen Euro bzw. +9,7 Prozent), während vor allem der Straßenbau mit stark rückläufigen Auftragseingängen zu kämpfen hatte (-177,5 Millionen Euro bzw. -23,5 Prozent). Auch der Wohnungsbau konnte kein Auftragsplus verzeichnen (-22,7 Millionen Euro bzw. -9,0 Prozent). Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang war dementsprechend in diesem Zeitraum niedriger (-5,8 Prozent). Dabei entwickelte sich die Nachfrage in Hoch- und Tiefbau ähnlich: im Hochbau wurden etwas mehr Aufträge als im Vorjahr akquiriert (+0,6 Prozent), im Tiefbau 8,1 Prozent weniger.
Die Spanne der relativen Veränderungen bei den einzelnen Bausparten bemisst sich auf -26,9 Prozent beim Straßenbau und +12,9 Prozent beim gewerblichen und industriellen Tiefbau. Mit insgesamt 17.229 tätigen Personen waren Ende Dezember 2025 etwa 1,3 Prozent mehr Menschen im sachsen-anhaltischen Bauhauptgewerbe beschäftigt als zum vergleichbaren Zeitpunkt 2024. Diese Beschäftigten leisteten an 250 Arbeitstagen insgesamt 19,9 Millionen Arbeitsstunden (-0,2 Prozent) und bezogen Entgelte in Höhe von 779,1 Millionen Euro (+4,8 Prozent).
Je tätige Person wurde 2025 ein baugewerblicher Umsatz in Höhe von 183.288 Euro erwirtschaftet. Das waren 1,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den befragten Betrieben handelt es sich um Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen.
Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
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