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kriminell Jugend pixabay

Magdeburg-News: Finanzkriminalität in Sachsen-Anhalt – neue Studie zeigt Brennpunkte im Ländervergleich


veröffentlicht am Donnerstag, 26. Februar 2026

Magdeburg. über 3.800.000 Straftaten mit Finanzbezug wurden in der neusten Polizeilichen Kriminalstatistik für 2024 in Deutschland registriert.* Der Bundesrat erklärte in einer Entschließung vom 30. Januar 2026 auf Auftrag mehrer Bundesländer, dass die bestehenden Regelungen zur Verfolgung von Finanzkriminalität“ in der Praxis nur eingeschränkt Wirkung entfalten, da kriminell erworbene Vermögenswerte oftmals auf verschleierte, schwer nachweisbare Weise in den legalen Wirtschaftskreislauf eingebracht werden.”**

Vor diesem Hintergrund haben die Forex-Broker-Experten von BrokerChooser, die darauf spezialisiert sind, private Investoren und Investment-Interessierte vor Betrugsversuchen zu schützen, eine Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik durchgeführt, um herauszufinden, in welchen Bundesländern die meisten Fälle von Finanzkriminalität vorkommen und wie hoch die Aufklärungsquoten sind.


Hauptergebnisse:
  • In Sachsen-Anhalt liegen die achthöchsten Fallzahlen pro 100.000 Einwohner für die meisten Deliktarten mit Finanzbezug vor (Indexwert: 5,5/10).
  • Sachsen-Anahlt weist die drittniedrigsten Aufklärungsquoten über die untersuchten Deliktarten hinweg auf.
  • Die häufigste Straftatkategorie mit Finanzbezug waren in allen Bundesländern Vermögens- und Fälschungsdelikte: 1180,13 Fälle pro 100.000 Einwohner bundesweit.
  • Adam Nasli, leitender Broker-Analyst bei BrokerChooser, kommentiert den Anstieg von KI-Betrug und die Schwierigkeiten bei der Strafverfolgung digitaler Finanzkriminalität.

Finanzdelikte in Deutschland: Diese Bundesländer sind am stärksten betroffen



Laut der Analyse von BrokerChooser liegt Sachsen-Anhalt mit einem Indexwert von 5,5 von 10 auf dem achten Platz in der Studie. In Sachsen-Anhalt sind die Fälle pro 100.000 Einwohner für die einige Delikt-Arten überdurchschnittlich hoch im deutschlandweiten Vergleich. Dazu zählen Vermögens- und Fälschungsdelikte, von denen in Sachsen 1440,71 pro 100.000 Einwohner registriert wurden, Waren- und Warenkreditbetrug (404,6 Fälle pro 100.000 Einwohner) und Unterschlagung (210,35 Fälle pro 100.000 Einwohner). In Sachsen-Anhalt lagen allerdings unterdurchschnittlich viele Fälle von Betrug bzw. Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel (106,59 pro 100.000 Einwohner) und Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte (36,18 pro 100.000 Einwohner) vor.


Fall gelöst: Die Bundesländer mit den besten Aufklärungsquoten



Sachsen-Anhalt liegt in puncto Aufklärungsquoten auf Platz 14 mit einem Indexwert von 3,641/10. In diesem Bundesland lag die Aufklärungsquote bei 27 von 80 Deliktarten bei weniger als 50 Prozent, wenn sie auch bei den beiden häufigsten Delikten (Vermögens- und Fälschungsdelikte – 52,7 Prozent und Waren- und Warenkreditbetrug - 47,3 Prozent) um die 50-Prozent-Marke lag. Positiv fällt auf, dass Sachsen-Anhalt bei der Aufklärung von Unterschlagung mit einer Quote von 44,9 Prozent knapp über dem Bundesdurchschnitt von 44,3 Prozent liegt.


Adam Nasli, leitender Brokeranalyst bei BrokerChooser, kommentiert die Lage der Finanzkriminalität in Deutschland: „Eine praktische Faustregel für Online-Privatanleger lautet: Ist eine Anlagemöglichkeit oder ein Anlageprodukt nicht über einen gut regulierten Online-Broker zugänglich, der von Aufsichtsbehörden wie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), der britischen FCA, der US-amerikanischen SEC oder wichtigen EU-Regulierungsbehörden beaufsichtigt wird, sollten Anleger äußerst vorsichtig sein – oder es ganz meiden.

Regulierung beseitigt zwar weder Marktrisiken noch Betrugsrisiken, verringert aber die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass Betrüger das Geld von Anlegern einbehalten und irreführende Strukturen sowie ungleiche Wettbewerbsbedingungen entstehen.

Neben der Wahl von Brokern mit erstklassiger Regulierung können Anleger ihr Kapital zusätzlich schützen, indem sie ihr Portfolio auf mehrere Anbieter verteilen und Anlageberatung von unbekannten Personen, die über soziale Medien Kontakt aufnehmen, skeptisch gegenüberstehen.

Wer Opfer von Finanzkriminalität wird, muss den Fall unbedingt den Behörden melden. Nur so besteht die Chance auf die Rückerstattung des Geldes, die strafrechtliche Verfolgung der Täter und den Schutz anderer potenzieller Opfer vor ähnlichen Fallen.”


Quelle: https://brokerchooser.com/de/best-brokers/best-forex-brokers


Methode:
  • Die Forex-Broker-Experten von BrokerChooser führten eine Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik des BKA durch, um herauszufinden, in welchen Bundesländern die Finanzkriminalität am höchsten ist, und wo die Aufklärungsquoten am besten sind.
  • Dazu wurden folgende Daten für die Bundesländer aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 des BKA erhoben:
  • Die Häufigkeitszahlen der Fälle aller Delikte mit Finanzbezug pro 100.000 Einwohner auf Basis des Zensus 2022.
  • Die Aufklärungsquote aller Delikte mit Finanzbezug.
  • Für beide Kategorien flossen die Werte für alle Delikte in einen Indexwert ein.
  • Auf Basis des Indexwertes wurden die Bundesländer in jeweils ein Ranking pro Kategorie in absteigende Reihenfolge gebracht.
  • Alle Daten wurden im Februar 2026 erhoben und waren zu diesem Zeitpunkt korrekt.

Quellennachweise:
  • Bundeskriminalamt | Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 
  • Bundesrat.de | 1061. Sitzung des Bundesrates am 30. Januar 2026 - Beschluss - Drucksache 0741-25
  • Presseportal | FIU: Die Financial Intelligence Unit veröffentlicht ihren Jahresbericht 2024
  • AML Intelligence | INSIGHT: AI-powered fraud among top threats in Europe, warns Europol as organised crime shifts online

Text: BrokerChooser
Symbolfoto: pixabay