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Teuerungsrate der Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt lag im September 2021 bei 4,6 %

Mittwoch, den 13. Oktober 2021

Das Statistische Landesamt in Sachsen-Anhalt ermittelte im September 2021 einen Anstieg der Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,6 %.

Wie in den Vormonaten hatte demnach der Bereich Verkehr mit einer Steigerung von 10,9 % den größten Anteil an der Entwicklung, vor allem die Versteuerung von Kraftstoffen. So musste für Dieselkraftstoff (+33,4 %), Benzin (+26,6 %) sowie Autogas (+17,0 %) tiefer in die Tasche gegriffen werden, als noch vor einem Jahr. Auch die Anschaffung von Fahrrädern (+11,3 %), Krafträdern (+6,0 %), neuen Pkw (+6,3 %) und gebrauchten Pkw (+6,0 %) war überdurchschnittlich teurer als im Vorjahr.

Weiterhin lag die Gruppe der Nahrungsmittel und alkoholfreien Getränke mit einem Anstieg von 5,7 % zum September 2020 über dem Durchschnitt. Preistreibend waren hier die Entwicklungen bei Gemüse (+10,9 %), Kaffee, Tee und Kakao (+8,1 %), Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßigkeiten (+7,6 %) sowie bei Molkereiprodukten und Eiern (+6,2 %).

Die Entwicklung im Bereich Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe betrug zwar moderate +3,4 % zum Vorjahr, jedoch entwickelten sich auch hier aufgrund der diesjährigen Kostensteigerung bei fossilen Brennstoffen die Preise für Heizöl (+37,0 %), Flüssiggas (+47,0 %) sowie Erdgas (+8,4 %) überdurchschnittlich. Die moderate Entwicklung bei den Nettokaltmieten (+1,4 %) zum September 2020 schwächt die Entwicklung in der Gruppe dennoch wieder ab.

Mit einem Anstieg von 1,9 % zum Vorjahresmonat entwickelten sich die Preise für Bekleidung und Schuhe unterdurchschnittlich. Im Jahresdurchschnitt verteuerten sich die Preise für Herrenbekleidung (+2,2 %), Damenbekleidung (+2,1 %) und Kinderbekleidung (+5,8 %). Einen dämpfenden Effekt hatten dagegen die Preisentwicklungen für Herrenschuhe (-0,3 %), Damenschuhe (-1,5 %) sowie Kinderschuhe (+0,6 %).

Strukturellen Einfluss auf das aktuell hohe Niveau der Inflationsrate haben die temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer im Zeitraum Juli bis Dezember 2020, die relativ niedrigen Preise für Kraftstoffe und Heizöl im Vorjahr und die seit Januar 2021 eingeführte CO2-Bepreisung. Bis zum Ende des Jahres werden diese Effekte, neben angebots- und nachfragebedingten Teuerungen, verstärkend auf das Niveau der Inflationsrate wirken.

Symbolfoto/pixabay