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Sachsen-Anhalt-News: Stabile Ergebnisse bei PISA 2018 / Tullner: „Ansprüche liegen höher“

Dienstag, den 3. Dezember 2019

Deutschland liegt bei den aktuellen Ergebnissen der PISA-Studie 2018 auf dem Niveau der vorangegangenen Untersuchungen. Schwerpunkt war zum dritten Mal (nach den Jahren 2000 und 2009) die Lesekompetenz. Mathematik und Naturwissenschaften waren ebenfalls Teil der Tests - aber in wesentlich geringeren Umfängen. In den Gesamtergebnissen liegt Deutschland stabil über dem OECD-Durchschnitt. Der Anteil der Leistungsstarken ist von 7,6 auf 11,3 Prozent deutlich gestiegen. Der Anteil der Leistungsschwachen hat sich im Vergleich zu 2009 von 18,5 auf 20,7 Prozent erhöht (BMBF).

„Die Ergebnisse sind stabil. Wir dürfen uns mit diesen allerdings nicht zufriedengeben. Unsere Ansprüche liegen höher. Ein positives Signal ist die Steigerung der Anzahl leistungsstarker Schülerinnen und Schüler beim Lesen. Wenn gleichzeitig allerdings die Zahl der leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler auf hohem Niveau verbleibt und leicht ansteigt, ist dies ein Alarmsignal. Sachsen-Anhalt hat bereits im Vorfeld der Studie ein Landeskonzept zur Verbesserung der Lese-, Sprach- und Schreibkompetenzen auf den Weg gebracht. Dieses definiert intensivere Maßnahmen zur Fortbildung der Lehrkräfte, zur Schaffung schulinterner Angebote sowie zur Stärkung der diagnostischen Kompetenz von Lehrkräften. Fakt ist aber auch, dass wir die Verantwortung nicht allein den vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrern überlassen können. So werden sowohl in der frühkindlichen Bildung als auch im Elternhaus die Grundlagen für den späteren Bildungserfolg gelegt. Die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern für Schulen in sozial schwierigen Lagen ´Schule macht stark` sind vor diesem Hintergrund mehr als notwendig“, erklärte Bildungsminister Tullner (Foto).

Hintergrund:

Deutschland liegt mit 498 Punkten signifikant über dem OECD-Durchschnitt von 487 Punkten. Die OECD-Spitzenstaaten sind Estland (523), Kanada (520), Finnland (520), Irland (518) und Korea (514). Seit der ersten PISA-Erhebung 2000 ist der Kompetenzmittelwert für Deutschland damit um 14 Punkte gestiegen. Im Vergleich zu 2009 (497 Punkte) bleibt er ähnlich.

PISA wird seit dem Jahr 2000 von der OECD durchgeführt, um die Kompetenzen Fünfzehnjähriger in den zentralen Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften zu ermitteln. An PISA 2018 nahmen 79 Staaten und Regionen mit insgesamt mehr als 600.000 Schülerinnen und Schüler teil. In Deutschland waren es 5451Schülerinnen und Schüler an 223 Schulen. Neben dem Lesen, das zum dritten Mal als Schwerpunktdomäne untersucht wurde, wurden die Kompetenzen in Mathematik und Naturwissenschaft getestet.

Aus Sachsen-Anhalt waren drei Schulen an der Studie beteiligt. Die PISA-Erhebung wurde im Zeitraum vom 16. April bis zum 25. Mai 2018 von externen Testleitern an den Schulen durchgeführt. In die Erhebung wurden sowohl Fünfzehnjährige als auch Schülerinnen und Schüler einer zufällig ausgewählten 9. Klasse einbezogen, die nach dem Schulgesetz zur Teilnahme verpflichtet sind.