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Magdeburg / ST: Acht Prozent der landwirtschaftlichen Fläche wird ökologisch bewirtschaftet

Montag, den 2. Dezember 2019

Ökolandbau trägt zum Klimaschutz bei – Erfolgreiche Förderung in Sachsen-Anhalt

Magdeburg. Der Ökolandbau ist deutschlandweit und auch in Sachsen-Anhalt ein stetig wachsender Bereich. In Sachsen-Anhalt sind allein in den Jahren 2017 und 2018 rund 33.000 Hektar ökologisch bewirtschafteter Fläche dazugekommen. Das entspricht einem Plus gegenüber 2016 von 53 Prozent. Der Anteil der Fläche, der ökologisch bewirtschaftet wird, ist damit auf 8 Prozent gestiegen. Die Landesregierung hat sich das mittelfristige Ziel von 20 Prozent gesetzt.

Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (Foto) sagte dazu heute auf dem 12. Mitteldeutschen Biobranchentreffen: 

„Acht Prozent - das ist ein deutlicher Sprung gegenüber dem vergangenen Biobranchentreffen (2016) hier in Sachsen-Anhalt, da waren es nur 4,9 Prozent. Ich freue mich, dass unsere Förderung des Ökolandbaus ein so großer Erfolg ist. Diese Förderung wird, wenn auch leider begrenzt, im Jahr 2020 fortgeführt werden.“

Insgesamt werden in Sachsen-Anhalt bereits knapp 95.000 Hektar ökologisch bewirtschafteter Fläche gefördert. Im Rahmen des Antragsverfahrens für 2019 musste aufgrund knapper finanzieller Mittel erstmals der Flächenumfang auf 5.000 Hektar Zuwachs beschränkt werden und es wurden Auswahlkriterien eingeführt. Es ist vorgesehen, auch im Jahr 2020 ein Antragsverfahren unter Hinzuziehung von Auswahlkriterien anzubieten.

Darüber hinaus wies die Ministerin auf die Bedeutung des Ökolandbaus beim Klimaschutz hin: „Bei einer weiteren Ausdehnung des Ökolandbaus auf 20 Prozent der Agrarfläche Deutschlands können laut vorliegenden Messdaten aus Langzeitversuchen bis zu 3,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente eigespart werden, was rund 12 Prozent der aktuellen Bodenemissionen aus der Landwirtschaft entspricht. Eine klimafreundliche Landwirtschaft kann jedoch nicht losgelöst vom Konsum und von anderen Nachhaltigkeitsaspekten gedacht werden. Allein eine Umstellung auf Ökolandbau reicht nicht. Wir brauchen  ebenso dringend eine Wende zur nachhaltigen Ernährung und eine drastische Reduktion der Lebensmittelabfälle.“