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Sachsen-Anhalt-News: Grube/ Mormann: Verlängerung der Sperrung der Strecke Magdeburg-Halle bleibt ein Desaster

Donnerstag, den 7. November 2019

Fehlende Sicherstellung der Ersatzverkehre ist weiteres Armutszeugnis der DB AG

In seiner heutigen Sitzung hat sich der Ausschuss für Landesentwicklung und Verkehr des Landtags von Sachsen-Anhalt unter anderem über die Verzögerung beim Bau des Bahnknotens Köthen berichten lassen. Dazu war der Konzernbevollmächtigte der Deuschen Bahn für Sachsen-Anhalt, Martin Walden, eingeladen.

Im Ergebnis der Sitzung erklärt Falko Grube, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Schon die derzeit bestehende, halbjährige Sperrung der Strecke ist verheerend, die Verlängerung ist ein Desaster. Wir reden immerhin über die Hauptachse des Nord-Süd-Verkehrs im Schienenverkehr in Sachsen-Anhalt. Schon bei der Ankündigung der derzeitigen Sperrung gab es erhebliche Zweifel, dass der geplante Bauablauf realistisch ist. Die Bahn ist dem immer entgegengetreten und hat sogar einen Zeitpuffer signalisiert. Man muss da heute von einem gravierenden Planungsversagen sprechen. Zudem fehlt bis heute die Zusicherung, dass wenigstens die derzeit laufenden Ersatzverkehre weiterlaufen. Das ist ein weiteres Armutszeugnis der DB AG. Wir erwarten, dass die Ersatzverkehre umgehend organisiert und die Kunden informiert werden.“

„1.100 ausländische Studierende in Köthen besitzen kein Auto, die Hälfte der einheimischen 2.000 Studierenden ebenfalls nicht“, ergänzt Ronald Mormann, Abgeordneter für Köthen, „von Ein- und Auspendlern ganz zu schweigen. Der Imageschaden für die Wohnstadt und den Hochschulstandort sind gewaltig. Der Vorwurf der Vertuschung von Bauplanungsfehlern steht im Raum. Die Kommunikation der Bahn ist katastrophal. In der Region Köthen fühlt man sich von den Bahnverantwortlichen hintergangen. Die Bahn verspielt ihr wichtigstes Potenzial: den Kunden.