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Reise-News: Und überall plätschert es: Ein erfrischendes Radfahrerlebnis an fünf Flüssen

Donnerstag, den 13. Februar 2020

(djd). Eisvögel huschen wie glänzende blaue Perlen vorbei. Bachstelzen trippeln wippend am Ufer und Wildenten schnattern auf dem Wasser. Im Frühjahr ertönt ein lautstarkes Vogelkonzert aus dem Geäst, im Sommer erfrischt die Kühle des Wassers bei einer Rast: Eine Radtour am Fluss entlang erweckt wunderbare Sinneseindrücke. Gleich fünf Wasserläufe sind im Bayerischen Jura zu einer Tour verbunden, die zu einem Klassiker für Genussradler geworden ist: Der Fünf-Flüsse-Radweg erkundet die Täler von Donau, Altmühl, Pegnitz, Vils und Naab. Mal wildromantisch, mal lieblich - die Kulisse wechselt ständig und so gleicht kein Kilometer dem anderen.

Genügend Zeit für Besichtigungen einplanen

Auf den rund 300 steigungsarmen Kilometern lernt man die Städte Regensburg, Kelheim, Beilngries, Neumarkt, Nürnberg und Amberg kennen. Wer gemütlich radelt, benötigt fünf Tage, sportliche Fahrer meistern die Strecke auch in drei Tagen. Eine genaue Beschreibung der Etappen und Tipps für kürzere Varianten gibt es unter www.fuenf-fluesse-radweg.info. Genügend Zeit sollte man auf jeden Fall für die Besichtigung von Regensburg mit dem Stadtbezirk Stadtamhof, dem Dom St. Peter und der berühmten steinernen Brücke einplanen. Die mittelalterliche Altstadt wurde zum UNESCO-Welterbe gekürt. Auch das Naturdenkmal Donaudurchbruch streift man auf der Tour. Hier lohnt sich ein Abstecher zum ältesten Kloster Bayerns, dem Kloster Weltenburg, samt Einkehr. Zwischen Kelheim und Dietfurt an der Altmühl kommt man an der größten Bergkristallgruppe der Welt vorbei, die im Kristallmuseum Riedenburg ausgestellt ist. In Neumarkt in der Oberpfalz bieten das Museum Lothar Fischer oder das Maybach-Museum außergewöhnliche Kulturabstecher.

Zeugnisse einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft

Richtung Nürnberg fährt man entlang des 150 Jahre alten Ludwig-Donau-Main-Kanals. Im Frühjahr säumen üppig blühende Obstbäume den Treidelweg. Noch heute ist ein von einem Kaltblüter gezogenes Treidelschiff im Einsatz. Hinter Nürnberg führt der Weg entlang der Pegnitz in den Landkreis Amberg-Sulzbach. Beachtenswert sind die zahlreichen Hammerschlösser an der Vils. Die Wasserkraft wurde über Jahrhunderte hinweg zum Antrieb von Mühlen und Hammerwerken benutzt. Der Radweg verläuft hier durch den kleinsten Naturpark Deutschlands: Ausgedehnte Wälder, heckenreiche Hügel, Dolomitkuppen und Wacholderheiden prägen den Hirschwald. Steinzeitliche Siedlungsstellen, zahlreiche Hügelgräber und Burgen erzählen von der bewegten Vergangenheit der ökologischen Perle. Der Radweg verläuft idyllisch durch den Künstlerort Kallmünz und am Kloster Pielenhofen vorbei zurück nach Regensburg.

Bild: Bei der Radtour an Donau, Altmühl, Pegnitz, Vils und Naab ist das erfrischende Wasser nie weit entfernt.

Foto: djd/Tourismusverband Ostbayern/Florian Trykowski