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Promi-News: Friederike Kempter: Auferstehung von den Toten

BU: Skuriller „Tatort“ ermöglichte Friederike Kempter einen verdienten Abschied von ihrer Paraderolle als Nadeshda Krusenstern. Foto: highgloss.de

14. November 2020

Die Schauspielerin sucht ihre „Tatort“-Kollegen heim

(cat). Das gab es noch nie: Beim Tatort stehen Tote wieder auf! Fast 18 Jahre lang ermittelte Friederike Kempter als „Nadeshda Krusenstern“ an der Seite der „Tatort“-Urgesteine Axel Prahl (Kommissar Frank Thiel) und Jan Josef Liefers (Professor Boerne). Sehr zum Leidwesen ihrer Fans wurde die Schauspielerin Anfang des Jahres im Improvisations-Tatort mit dem Titel „Das Team“ selbst zu einem Mordopfer. Nach ihrem Film-Tod sagte Kempter: „Man soll ja aufhören, wenn es am Schönsten ist! Das waren 17 sehr, sehr schöne Jahre mit der allertollsten Tatort-Familie, und ich habe jeden Drehtag mit meinen Kollegen sehr genossen. Und trotzdem ist es nun Zeit für Neues.“ 

Doch als die Zuschauer ihr Idol kürzlich wieder auf dem Bildschirm sahen, staunten sie nicht schlecht. Skurril: Laut Drehbuch wird Professor Boerne in der Folge „Limbus“ Opfer eines Autounfalls. Er liegt im Koma und wandelt in einer Art Zwischenwelt zwischen Leben und Tod. Dort taucht auch eine alte Bekannte auf: Der Geist von Nadeshda Krusenstern. Es ist der 37. Fall von Thiel und Boerne und nach drei Krimis im Jahr 2019 der erste im Corona-Jahr 2020. Dass Friederike Kempter als Nadeshda noch einmal im „Tatort” aus Münster zu sehen ist, erfreut ihre Kollegen natürlich. „Nach 18 Jahren sang- und klanglos erschlagen in einem Schließfach zu enden? Also bitte! Das hatte unsere Nadeschda nicht verdient”, erklärt Axel Prahl der „Bild”. Ihren Ausstieg aus der beliebtesten Krimi-Reihe der Deutschen durfte Friederike Kempter leider nicht selbst mit dem fürs Drehbuch zuständigen Autor Magnus Vattrodt entwickeln. 

„Nach der Ermordung von Nadeshda zu Beginn dieses Jahres hatte ich schon den großen Wunsch nach einem Abschied im Münster-,Tatort‘“, betonte Kempter. Mit ihrer zwar ungewöhnlichen, aber auch sehr emotionalen Schluss-Szene dürfte sie aber zufrieden sein. Die heute 41-Jährige spielte immerhin seit ihrem 23. Lebensjahr im „Tatort“ mit. „Es war eine wunderschöne, lange und prägende Zeit. Am meisten werde ich meine Kollegen vermissen“, so die Mutter einer Zweijährigen. Dennoch sei es wichtig gewesen, Raum für etwas Neues zu schaffen. „Ich habe gerade einen Kinofilm abgedreht, und von ,Endlich Witwer‘ drehen wir einen weiteren Teil“, so Kempter über ihren derzeitigen Berufsalltag. Ihren Ermittler-Kollegen bleibt sie treu. „Ja, ich werde bestimmt mal reinschauen, was die Jungs so ohne mich machen, auch wenn ich nicht der größte ,Tatort‘-Gucker bin.“
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