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TV-Tipp-News: Sidney Poitier - Der Mann, der Hollywood veränderte • ARTE • ab 22:00 Uhr • Doku


Veröffentlicht am 23. Januar 2023

Sidney Poitier erhielt im Jahr 1964 als erster schwarzer Schauspieler den Oscar als bester Hauptdarsteller. Und er engagierte sich gegen alle Widerstände künstlerisch und politisch. Porträt einer Legende, die am 6. Januar 2022 im Alter von 94 Jahren in Los Angeles verstarb.

Schauspielerisches Ausnahmetalent und Brückenbauer zwischen Schwarz und Weiß, politische Ikone und Künstler zugleich: Das ist Sidney Poitier. Er schrieb Hollywoodgeschichte, als er 1964 als erster Schwarzer den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann – und wurde dadurch zum ersten internationalen schwarzen Superstar.

Aufgewachsen in großer Armut auf den Bahamas, ging Sidney Poitier mit 15 Jahren in die USA. In Harlem, New York, spielte er im legendären American Negro Theatre. 1950 wurde er fürs Kino entdeckt und verkörperte in „Der Hass ist blind“ einen jungen Arzt – ein Wendepunkt in der Filmgeschichte. Bis dato wurden Afroamerikaner nämlich hauptsächlich in Stereotypen dargestellt: als Diener oder Knechte. Durch Sidney Poitier änderte sich das. Er zeigte Afroamerikaner selbstbewusster und hielt der amerikanischen Filmindustrie damit einen Spiegel vor.

Dennoch sah sich Sidney Poitier immer wieder der Kritik ausgesetzt, sich nicht genug zu engagieren. Wie ging der stets formvollendete und makellose Schauspieler damit um? Welche Kompromisse musste er eingehen? Was hat ihn geprägt?
In der Dokumentation spricht Sidney Poitier selbst über seine Kindheit, seine Familie und seine Rolle als Vorreiter in Hollywood. Ausschnitte seiner wichtigsten Karrieremomente und Gespräche mit engen Weggefährten wie Lee Grant, Constance Towers und Gregg Champion geben einen intimen Einblick in das Leben des Schauspielers und Regisseurs.

Text / Foto: ARTE