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bayern2 schoenbohm cyberangriffe 17102016

Erneut weltweite Cyber-Sicherheitsvorfälle durch Ransomware

Bonn, 27. Juni 2017. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet 
aktuell eine globale Cyber-Angriffswelle mit einer Verschlüsselungssoftware (Ransomware). 

Die Angriffswelle weist bezüglich Verbreitungsgrad und -geschwindigkeit Ähnlichkeiten zum 
Cyber-Sicherheitsvorfall "WannaCry" im Mai dieses Jahres auf. Betroffen sind weltweit Unternehmen 
und Institutionen, nach BSI-Erkenntnissen sind auch deutsche Unternehmen betroffen. 

Das BSI ruft  Unternehmen und Institutionen in Deutschland auf, IT-Sicherheitsvorfälle beim BSI zu melden. Betroffene Unternehmen sollten nicht auf Lösegeldforderungen eingehen. Das BSI nimmt derzeit 
technische Analysen vor und prüft den Sachverhalt, auch im Austausch mit nationalen und 
internationalen Partnern. Auch im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum (Cyber-AZ) wird eine Bewertung der 
bislang bekannten Fakten vorgenommen. Das Cyber-AZ steht im ständigen Austausch mit den beteiligten 
Behörden.

BSI-Präsident Arne Schönbohm ( Foto ): "Nach ersten Erkenntnissen des BSI handelt es sich um eine 
Angriffswelle mit der Schadsoftware Petya, die unter anderem die gleiche Schwachstelle ausnutzt, 
die sich auch die Ransomware WannaCry zu Nutzen gemacht hatte. Das Patchen dieser Schwachstelle mit 
dem seit Monaten verfügbaren Microsoft-Patch hätte in vielen Fällen eine Infektion verhindert. In 
internen Netzen benutzt Petya zusätzlich ein gängiges Administrationswerkzeug zur Weiterverbreitung 
und kann damit auch Systeme befallen, die auf aktuellem Patchstand sind. Angesichts der akuten 
Bedrohungslage rufen wir die Wirtschaft erneut dazu auf, die Risiken der Digitalisierung ernst zu 
nehmen und notwendige Investitionen in die IT-Sicherheit nicht aufzuschieben."

Über die etablierten Kanäle von CERT-Bund, UP KRITIS und Allianz für Cyber-Sicherheit stellt das BSI 
Wirtschaft und Verwaltung Informationen und Handlungsempfehlungen zur Verfügung.