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Weltwirtschaftsforum in Davos / Welthungerhilfe: Ungleichheit schafft Hunger

Bonn / Berlin, 23.01.2018. Anlässlich des heute beginnenden Weltwirtschaftsforums in Davos macht die Welthungerhilfe darauf aufmerksam, dass die zunehmende Ungleichheit nicht nur die Armut, sondern auch den weltweiten Hunger verschärft.

 

„Die neuesten Studien zeigen, dass die Ungleichheit in der Welt extrem zunimmt. Das gilt nicht nur für den Reichtum, sondern auch für die Konzentration von Macht bei kleinen Eliten. Ungleichheit schafft Hunger. In Indien gibt es mehr als 100 Milliardäre und gleichzeitig leben dort die meisten Hungernden weltweit. Aber nicht nur gravierende wirtschaftliche Unterschiede in den Ländern, auch die ungleiche Verteilung von sozialer und politischer Macht führt zu Mangelernährung. Dies zeigt sich darin, dass besonders Frauen, ethnische Minderheiten und Kleinbauern vom Hunger bedroht sind“, sagt Dr. Till Wahnbaeck, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe.

 

Im neuen Welthunger-Index 2017 steht das Thema Ungleichheit im Mittelpunkt der Untersuchungen. Er zeigt auf, dass im internationalen Welternährungssystem wenige transnationale Konzerne eine enorme Macht haben. Nur drei internationale Unternehmen dominieren den weltweiten Handel mit Saatgut und drei weitere beherrschen den Getreidehandel. Gleichzeitig stellt der Bericht fest, dass Kriege, Konflikte und der Klimawandel die größten Hungertreiber sind. 

 

Weitere Informationen zum Welthunger-Index 2017:

http://www.globalhungerindex.org/de/


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