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Arzt Behandlung Geraete pixabay

Magdeburg-News: 13,5 Milliarden Euro Gesundheitsausgaben 2022 in Sachsen-Anhalt


veröffentlicht am Freitag, 23. August 2024

Magdeburg/Halle. Für Sachsen-Anhalt beliefen sich 2022 die Ausgaben für Gesundheit auf 13,5 Milliarden Euro, das war ein Anteil von 2,7 Prozent an der Summe aller Bundesländer (497,7 Milliarden Euro). Die Höhe der Gesundheitsausgaben entsprach 2022 für Sachsen-Anhalt 18,1 Prozent des im gleichen Zeitraum im Land erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukts. Für Deutschland lag dieser Wert bei 12,8 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr nahmen die Gesundheitsausgaben in Sachsen-Anhalt um 4,0 Prozent und damit geringer als im Bundesdurchschnitt (+4,8 Prozent) zu. Nach den coronabedingten starken Anstiegen in den Jahren 2020 und 2021 für Sachsen-Anhalt (+6,7 Prozent bzw. +6,4 Prozent) und Deutschland (+6,3 Prozent bzw. +7,8 Prozent) schwächte sich damit die Zunahme der Gesundheitsausgaben 2022 etwas ab.

Je Einwohner betrugen die Gesundheitsausgaben 2022 in Sachsen-Anhalt 6.178 Euro, 239 Euro mehr als im Durchschnitt aller Bundesländer (5.939 Euro). Den größten Anteil an den Gesundheitsausgaben in Sachsen-Anhalt finanzierte 2022 wie bereits in den Vorjahren die gesetzliche Krankenversicherung mit rund 60 Prozent bzw. 3.666 Euro pro Kopf, gefolgt von der sozialen Pflegeversicherung mit 932 Euro. In diesen beiden Bereichen wurden zugleich für Sachsen-Anhalt die höchsten Pro-Kopf-Werte aller Bundesländer ausgewiesen. Sie lagen um 499 Euro bzw. 244 Euro über den jeweiligen Durchschnitten der Bundesländer.

Demgegenüber übernahmen die privaten Krankenversicherungen mit 233 Euro je Einwohner in Sachsen-Anhalt die geringsten
Gesundheitsausgaben im Bundesländervergleich (Länderdurchschnitt: 458 Euro). Deutlich unterdurchschnittlich für Sachsen-Anhalt fielen mit 492 Euro pro Kopf auch die von den privaten Haushalten getätigten Ausgaben für die Gesundheit aus (Länderdurchschnitt: 678 Euro).

Gegenüber 2021 stiegen die Gesundheitsausgaben in Sachsen-Anhalt pro Kopf um 230 Euro (+3,9 Prozent), sie entwickelten sich damit etwa wie im Durchschnitt der Bundesländer (+229 Euro bzw. +4,0 Prozent). Dabei verzeichneten alle Ausgabenträger mit Ausnahme der privaten Haushalte Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Die höchsten absoluten Zunahmen kamen in Sachsen-Anhalt von der sozialen Pflegeversicherung mit +105 Euro, gefolgt von der gesetzlichen Krankenversicherung mit +68 Euro und den Öffentlichen Haushalten mit +58 Euro. Die Ausgabenerhöhung der sozialen Pflegeversicherung lag deutlich über dem Länderdurchschnitt von +67 Euro und war gleichzeitig die höchste Zunahme aller Bundesländer für diesen Ausgabenträger.

Zu den Gesundheitsausgaben zählen alle Käufe von Waren und Dienstleistungen, die zum Zweck der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege getätigt werden, die Kosten der Verwaltung sowie die Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Als Ausgabenträger werden in der Gesundheitsausgabenrechnung alle öffentlichen und privaten Institutionen bezeichnet, die Leistungen für die Gesundheit finanzieren.


Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: pixabay