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Gesundheit-News: Rückenschmerzen - passgenaue Therapien statt Standardbehandlung


veröffentlicht am 29. Juli 2026

Foto: Rückenschmerzen beim Bürojob
Moderne Wirbelsäulenmedizin setzt auf passgenaue Therapien
Berlin im Juli 2026. Ob dumpfer Schmerz im unteren Rücken oder ausstrahlende Beschwerden bis ins Bein – Rückenschmerzen gehören für rund ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland zum Alltag. 
#Dennoch erhalten viele Betroffene zunächst eine Behandlung nach festem Schema – obwohl die Ursachen sehr unterschiedlich sein können. Die moderne Wirbelsäulenmedizin setzt deshalb zunehmend auf individuell abgestimmte Therapien statt auf Standardlösungen. Grundlage dafür ist, die Ursache der Schmerzen möglichst genau zu bestimmen. „Rückenschmerzen sind keine Diagnose, sondern ein Symptom“, erklärt Neurochirurg Dr. Munther Sabarini, Gründer und ärztlicher Direktor der Avicenna Klinik Berlin. „Entscheidend ist deshalb, die tatsächliche Ursache exakt zu erkennen. Erst dann lässt sich die Therapie auswählen, die dem Patienten wirklich hilft.“

Gleiche Beschwerden – unterschiedliche Ursachen
Ziehende Schmerzen im Bein müssen nicht zwangsläufig von einem Bandscheibenvorfall ausgehen. Ein auffälliger MRT-Befund erklärt umgekehrt nicht automatisch die Beschwerden. Hinter Rückenschmerzen kann ein Bandscheibenvorfall ebenso stecken wie verschlissene Wirbelgelenke, eine Verengung des Spinalkanals oder gereizte Nervenwurzeln. Hinzu kommt: Viele Menschen zeigen altersbedingte Veränderungen der Wirbelsäule, ohne jemals Schmerzen zu entwickeln. Genau das macht die Behandlung so anspruchsvoll. „Deshalb richtet sich der Blick nicht mehr allein auf den Befund, sondern auf die Frage, welche Veränderung die Beschwerden tatsächlich verursacht“, erläutert Dr. Sabarini. „Erst das Zusammenspiel aus Anamnese, neurologischer Untersuchung und moderner Bildgebung ermöglicht eine passgenaue Therapieentscheidung.“

Die passende Methode macht den Unterschied
Je präziser die Ursache bekannt ist, desto gezielter lässt sich behandeln. Gleichzeitig hat die moderne Wirbelsäulenmedizin ihr Behandlungsspektrum in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Patienten profitieren heute von minimalinvasiven und mikrochirurgischen Verfahren, die Eingriffe schonender machen und die Erholungszeit häufig verkürzen. 
Im Mittelpunkt steht deshalb nicht mehr die Frage „Operation – ja oder nein?“, sondern „Welches Verfahren verspricht im individuellen Fall den größten Nutzen?“. Neben Physiotherapie, Schmerztherapie oder gezielten Infiltrationen kommen zunehmend minimalinvasive Verfahren zum Einsatz. Sie behandeln die Ursache der Beschwerden möglichst schonend und belasten Muskulatur sowie umliegendes Gewebe deutlich weniger als herkömmliche Eingriffe. 

So viel wie nötig – so wenig wie möglich
Bei arthrosebedingten Schmerzen der kleinen Wirbelgelenke kann beispielsweise eine Thermo-Denervation infrage kommen: Dazu werden schmerzleitende Nervenfasern unter CT- oder Röntgenkontrolle mit Hitze gezielt verödet, um die Weiterleitung der Schmerzimpulse zu unterbrechen. Bei ausgewählten Bandscheibenvorwölbungen und -vorfällen bietet sich hingegen die perkutane Laser-Diskus-Dekompression (PLDD) als sinnvolle Methoden an. „Hierbei wird über eine feine Punktionsnadel eine Laserfaser in die Bandscheibe eingeführt“, beschreibt der Neurochirurg das Vorgehen.

„Die kontrollierte Laserenergie verkleinert den Gallertkern, wodurch der Druck innerhalb der Bandscheibe sinkt und gereizte Nerven entlastet werden können.“ Da weder ein größerer Hautschnitt noch eine umfangreiche Freilegung der Muskulatur erforderlich sind, können sich viele Patienten schneller erholen als nach einer klassischen Operation. Welche Behandlung infrage kommt, hängt immer von der individuellen Ursache der Beschwerden ab. Neben der PLDD können – je nach Befund – auch mikrochirurgische, endoskopische oder bewegungserhaltende Verfahren die passende Lösung sein.

Früh erkannt, gezielt behandelt
Für Betroffene bedeutet dieser Wandel vor allem eines: Rückenschmerzen müssen heute nicht mehr zwangsläufig nach einem festen Schema behandelt werden. Wer anhaltende Beschwerden, ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine, Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche entwickelt, sollte die Ursache frühzeitig fachärztlich abklären lassen. Denn eine passgenaue Therapie kann Schmerzen oft nachhaltiger lindern und unnötige Behandlungen vermeiden. Entscheidend ist, für jeden Patienten die Behandlung zu finden, die ihm den größten Nutzen bringt. „Unser Ziel ist nicht, möglichst viel zu operieren, sondern Schmerzen nachhaltig zu lindern und den Weg zurück in einen beweglichen Alltag zu ermöglichen“, betont Dr. Sabarini abschließend.
Weitere Informationen unter https://avicenna-klinik.com



Text / Foto: Borgmeier Public Relations / Magdeburger-News – KI-generiert