Welche Schönheitsideale für das männliche Geschlecht wirklich zählen
Düsseldorf im Mai 2026. Haarausfall, ein dicker Bauch und eine Haut, die zunehmend an Straffheit verliert, ist für viele Männer ein optischer Alptraum. Typische und normale Alterserscheinungen machen dem männlichen Geschlecht zunehmend zu schaffen: So zeigt eine Analyse von „Psychology Today“ aus dem Jahr 2026, dass sich Männer verstärkt mit altersbedingten Veränderungen wie grauen Haaren oder Falten auseinandersetzen und diese häufig als belastend empfinden.
Wenig verwunderlich, dass Schönheitseingriffe auch für die Männerwelt zunehmend interessanter werden. „Von Haartransplantationen über Fettabsaugungen bis hin zu Botox gegen Stirnfalten – der Trend zu minimalinvasiven Eingriffen nimmt beim männlichen Geschlecht immer mehr zu“, informiert Prof. CH. Dr. med. Mehmet Atila, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Direktor der „Medical Inn“-Klinik in Düsseldorf. Laut „Deutsches Ärzteblatt“ ist die Zahl chirurgischer kosmetischer Eingriffe bei Männern zwischen 2018 und 2024 um 95 Prozent gestiegen. Der Schönheitschirurg aus Düsseldorf zeigt auf, welche Trends im Bereich ästhetischer Eingriffe bei Männern zu beobachten sind.
Die Angst vor einem kahlen Kopf – Haartransplantationen als Lösung
Während sich graue Haare noch mit Färbemitteln in gewisser Weise kaschieren lassen, stoßen herkömmliche Drogerieprodukte bei erblich bedingtem Haarausfall schnell an ihre Grenzen. Immer mehr Männer, die früher oder später mit Haarausfall und Geheimratsecken zu kämpfen haben, informieren sich daher über mögliche Haartransplantationen. So weist beispielsweise die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) darauf hin, dass bis zu 80 Prozent der Männer im Laufe ihres Lebens von Haarausfall betroffen sind.
„Für viele ist der Verlust der Haare eine starke emotionale Belastung, weil Selbstbewusstsein und Wohlbefinden darunter leiden“, betont Dr. Atila. Üblicherweise wird zwischen zwei zentralen Behandlungsformen unterschieden – je nachdem, wie stark der Haarausfall ausgeprägt ist. „Bei der FUE-Methode werden Haarwurzeleinheiten aus dem Spenderbereich entnommen und anschließend in die kahlen Stellen eingesetzt. Der Vorteil dieser Variante liegt in der schnelleren Heilung sowie darin, dass keine sichtbare Narbe entsteht – allerdings kann sie bei sehr großen Flächen zeitaufwendig sein“, informiert Dr. Atila.
„Im Gegensatz dazu wird bei der FUT-Methode ein Hautstreifen aus dem Hinterkopf entnommen, aus dem anschließend einzelne Haarwurzeleinheiten präpariert werden. Diese eignet sich besonders bei größeren kahlen Stellen, da sich in einer Sitzung eine hohe Anzahl sogenannter Follikulärer Einheiten (Grafts) transplantieren lässt.“ Der Preis einer Haartransplantation hängt maßgeblich von der Anzahl der zu verpflanzenden Haarwurzeleinheiten ab. Je stärker der Haarausfall ausgeprägt ist, desto mehr Grafts werden benötigt.
Große Männerbrüste ein wunderer Punkt als Bauchfett?
Neben der Fettabsaugung am Bauch gewinnt für viele Männer auch eine straffere Brustform zunehmend an Bedeutung. Das zeigen auch aktuelle Daten der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC): Während die Fettabsaugung im Jahr 2023 mit 17,9 Prozent noch der häufigste Schönheitseingriff bei Männern war, sank der Anteil im Jahr 2024 auf 10,6 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil von Brustverkleinerungen bei Männern von 7,1 Prozent im Jahr 2023 auf 12,6 Prozent im Jahr 2024 deutlich an.
„Für zahlreiche Männer ist Bauchfett weniger belastend als eine weiblich wirkende Brust“, berichtet der Schönheitschirurg und ergänzt: „Die unerwünschte Vergrößerung der männlichen Brust entsteht meist durch überschüssiges Fettgewebe oder eine vergrößerte Brustdrüse. Im Rahmen einer Gynäkomastie-Operation werden diese Gewebeanteile gezielt entfernt, um die Brust wieder flacher und männlich konturiert zu formen.“ Mit zunehmendem Alter wird es schwieriger, die Brustform allein durch Maßnahmen wie Krafttraining zu optimieren – daher greifen Männer immer häufiger zu dieser alternativen Lösung.
Älter werden kann Spuren hinterlassen – Wunsch nach frischem „Look“
Stirnfalten, sichtbare Krähenfüße oder Augenringe – wenn sich durch den Alterungsprozess die ersten sichtbaren Makel im Gesicht abzeichnen, läuten bei vielen die Alarmglocken. Der Wunsch nach einem frischen und jungen Aussehen stößt zunehmend auch beim männlichen Geschlecht auf Interesse. Während Influencer vermehrt Gesichtsmasken, Augenpads oder Feuchtigkeitscremes bewerben, wählen Männer im mittleren Alter immer häufiger ästhetische Eingriffe.
Nach Angaben des DGÄPC zählten Botox-Behandlungen im Jahr 2024 zu den gefragtesten minimalinvasiven Behandlungen bei Männern in Deutschland. Insgesamt wurden rund 3.605 Botox-Behandlungen bei männlichen Patienten registriert. Im Fall von Augenringen gewinnen Behandlungen mit Hyaluronsäure-Fillern oder die sogenannte Tränenrinnen-Unterspritzung an Beliebtheit. Beide Methoden gleichen Volumenverluste unter den Augen aus. „Mit dieser Behandlung lässt sich ein chronisch müder Gesichtsausdruck deutlich verbessern“, so der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
Text / Foto: Borgmeier / Magdeburger-News – KI-generiert