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Reising Marco Barmer   Barmer

Magdeburg-News: Beschäftigte in Magdeburg stark von Atemwegsinfekten betroffen


veröffentlicht am Dienstag, 2. April 2024

Magdeburg. Nirgendwo in Sachsen-Anhalt waren die BARMER-versicherten Erwerbstätigen im vergangenen Jahr derart von Erkrankungen des Atmungssystems betroffen wie in Magdeburg und Dessau. Das geht aus aktuellen Analysen für den Gesundheitsreport der BARMER hervor. Allein Grippe, Bronchitis und andere Atemwegsinfekte verursachten bei Beschäftigten in den beiden kreisfreien Städten im vergangenen Jahr durchschnittlich 5,8 Fehltage.

 
Psychische Leiden zweithäufigster Grund für Krankschreibungen

Nach den Atemwegsinfekten machten die psychischen Erkrankungen die meisten Fehltage aus. Auf sie entfielen im Jahr 2023 rund 5,2 Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage). „Entscheidend ist, dass Beschäftigte dort die richtige Hilfe bekommen, wo sie einen Großteil ihres Lebens verbringen. Arbeitgeber haben eine besondere Verantwortung, hier mit den richtigen Konzepten anzusetzen“, sagt Marco Reising (Foto), Regionalgeschäftsführer der BARMER in der Landeshauptstadt. Dazu würden Maßnahmen zur Stärkung der psychischen Gesundheit wie zum Beispiel Stressmanagement und die Förderung eines gesunden Miteinanders im Team zählen. Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems führten laut BARMER-Analyse im vergangenen Jahr zu 4,8 Fehltagen der Beschäftigten, Verletzungen und Vergiftungen zu 2,3 AU-Tagen.

 
Fehlzeiten insgesamt rückläufig

Insgesamt sind die Fehlzeiten unter BARMER-versicherten Beschäftigten in Magdeburg im Vergleich zum Jahr 2022 gesunken. Demnach fehlte jede Arbeitskraft im Jahr 2023 krankheitsbedingt im Durchschnitt 26,4 Tage. Ein Jahr zuvor waren es 27 Tage. „Im vergangenen Jahr hatten die Fehlzeiten ein Allzeithoch erreicht. Dass die Fehltage nun rückläufig sind, ist ein gutes Signal“, meint Reising. In Zeiten des Fachkräftemangels werde das Thema Gesunderhaltung auch für Unternehmen immer wichtiger. Die BARMER stehe den hiesigen Firmen als Partner für das Betriebliche Gesundheitsmanagement zur Verfügung. Passgenaue Angebote aus den Themenbereichen Stressbewältigung, Ergonomie, Bewegung und Ernährung stünden dabei im Mittelpunkt.
 

Spannbreite von 25,3 bis 28,6 Ausfalltagen im Land

Die Spannbreite der ermittelten Fehlzeiten in Sachsen-Anhalt reicht laut BARMER-Analyse von 25,3 AU-Tagen in Halle (Saale) bis hin zu 28,6 AU-Tagen im Landkreis Börde. Im Durchschnitt kommt eine Erwerbsperson in Sachsen-Anhalt auf 27,2 AU-Tage.


Text & FotoBARMER in Sachsen-Anhalt