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Universitätsmedizin Magdeburg: Öffentlicher Informationstag am 17. September - „Wenn das Hörgerät nicht mehr ausreicht“

Montag, den 13. September 2021

Die Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, unter der kommissarischen Leitung von Prof. Ulrich Vorwerk, veranstaltet am Freitag, den 17. September 2021, von 14:00 bis 17:00 Uhr einen öffentlichen Informationstag. Die Veranstaltung findet im zentralen Hörsaal, im Haus 22, auf dem Campus der Universitätsmedizin statt und wird zum Thema „Hören – Wenn das Hörgerät nicht mehr ausreicht“ durchgeführt.

Eine hochgradige Innenohrschwerhörigkeit kann allmählich über die Jahre oder plötzlich nach einem Hörsturz auftreten. Aufgrund der ausgeprägten dauerhaften Verschlechterung des Hörvermögens reicht ein Hörgerät eventuell nicht mehr aus, um ausreichend Sprache zu verstehen. Das führt sehr häufig zu einer deutlichen Einschränkung der sprachlichen Kommunikation und damit zur eingeschränkten Interaktion der betroffenen Person mit ihrer Umwelt. Tägliche Aufgaben, wie einkaufen gehen, die man für selbstverständlich hält, werden dann zu einer ständigen Herausforderung. Die Folge ist ein zunehmender Hörstress, der zur Beeinträchtigung des sozialen Lebens mit zunehmender Isolation der betroffenen Person führt. Eine Einschränkung der Selbstständigkeit und im Alter sogar der allmähliche Verlust der kognitiven Fähigkeiten können die Folge sein.

Für diese Menschen steht mit einer Innenohrprothese - dem Cochlea Implantat (CI) - eine Technik zur Verfügung, die diesen Hörverlust ausgleicht. Denn nach Umwandlung von Schallsignalen (Sprache) in elektrische Signale, kann der Hörnerv mit der Innenohrprothese stimuliert werden. So wird wieder ein Höreindruck bis hin zum Verstehen von Sprache erreicht. Heutzutage ermöglichen die Fortschritte der Medizin und der Technik eine individualisierte, den Bedürfnissen der Betroffenen angepasste Versorgung. Durch eine ein- oder beidseitige CI-Versorgung bzw. durch die Kombination eines Cochlea Implantates mit einem Hörgerät (bimodale Versorgung) kann das optimale Hörergebnis erreicht werden. 

Neben einem Vortragsprogramm können Interessierte vor Ort Kontakt zu Therapeut:innen und Ärzt:innen, verschiedenen CI-Firmen und zu CI-Nutzer:innen aufnehmen. Gern werden die Klinikmitarbeiter:innen auch in persönlichen Gesprächen die Fragen der Besucher:innen beantworten. Außerdem besteht die Möglichkeit, vor Ort einen kostenlosen orientierenden Hörtest durchführen zu lassen. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Nähere Auskünfte unter Tel. 0391-6713848; E-Mail: ci-sprechstunde@med.ovgu.de.

An der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Magdeburg werden seit fast 30 Jahren CI-Operationen durchgeführt. Möglich und sinnvoll ist die Operation bei Erwachsenen sowie bei Kindern, die einseitig und beidseitig hochgradig schwerhörig oder ertaubt sind.

*Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der geltenden SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt statt.