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Biopharma 30

Gesundheit-News: Bedeutung von Biopharmazeutika für die Gesundheitsversorgung nimmt stetig zu

30. Juli 2020

München (ots)

- vfa-Report: Marktanteil von Biopharmazeutika steigt auf 29 Prozent

- Großes Wachstum im Biosimilar-Markt

- Biotech-Standort Deutschland: Zahl der Beschäftigten steigt

Biotechnologisch hergestellte Arzneimittel werden für die Versorgung von Patienten immer wichtiger: 319 Biopharmazeutika sind für den deutschen Markt zugelassen. 15 neue Zulassungen - Originalpräparate und Biosimilars - kamen allein im vergangenen Jahr hinzu. Insgesamt stieg ihr Marktanteil am Gesamtpharmamarkt auf fast 29 Prozent. Dies sind Ergebnisse des aktuellen Branchenreports der Interessengruppe Biotechnologie im Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa).

"Das Wachstum zeigt die besondere Bedeutung der medizinischen Biotechnologie in der Gesundheitsversorgung", sagt Dr. Roman Stampfli, Geschäftsführer der Amgen GmbH. "Sie ermöglicht neue Behandlungsansätze, schließt Therapielücken und hilft Patienten mit schweren Erkrankungen. Auch im aktuellen Kampf gegen Covid-19 zeigt sich ihr Potenzial bei der Entschlüsselung des Virus und der Entwicklung von Impfstoffen und Therapien."

Biopharmazeutika werden in vielen Therapiegebieten genutzt. In der Immunologie, Onkologie und bei Stoffwechselerkrankungen sind sie besonders stark vertreten. Zugleich wächst der Markt der Biosimilars, also der Nachbildungen von Original-Biopharmazeutika nach deren Patentablauf. "Als Biotechnologie-Experte haben wir uns gezielt entschieden, unser Know-how auch auf dem Gebiet der Biosimilars einzusetzen", so Stampfli. "Aktuell sind drei Amgen-Biosimilars auf dem deutschen Markt. Wir sind überzeugt, dass Biosimilars einen Beitrag zur nachhaltigen Gesundheitsversorgung leisten und den Zugang zu innovativen Therapieansätzen erleichtern können."

Die aktuellen vfa-Zahlen zeigen, dass Biosimilars gut angenommen und verschrieben werden. Im Wettbewerb mit Originalprodukten erreichten sie bereits im ersten Jahr nach ihrer Einführung Marktanteile von bis zu 60 Prozent. Ende 2019 lag der Marktanteil bei vielen Produkten sogar deutlich darüber.

Innovationskraft des Biotech-Standorts Deutschland

Auch in der Entwicklungspipeline sind Biosimilars gut vertreten. Knapp jeder fünfte der insgesamt 109 Phase III-Wirkstoffe, die vor dem Zulassungsprozess stehen, ist ein Biosimilar. Insgesamt ist die Pipeline der biotechnologischen Wirkstoffe mit 640 Präparaten gut gefüllt. In den vergangenen Jahren blieb die hohe Zahl der Biopharmazeutika in den drei Phasen der klinischen Prüfung konstant. "Eine volle Pipeline spricht für die Innovationskraft eines Standorts", stellt der Amgen-Geschäftsführer fest.

Der Biotechnologie-Standort Deutschland hat einen wesentlichen Anteil an der positiven Marktentwicklung, zugleich profitiert er vom Wachstum. So wuchs die Zahl der Beschäftigen in der Branche im vergangenen Jahr um fast 6 Prozent auf 42.300 Mitarbeiter. Einen Anstieg von 4 Prozent erzielten auch die beiden Standorte von Amgen in Deutschland 2019 im Vergleich zum Vorjahr. Rund 850 Mitarbeiter arbeiten für die Vertriebsgesellschaft Amgen GmbH und den Forschungsstandort Amgen Research Munich GmbH.

"Der Forschungsstandort in München - in unmittelbarer Nähe zur Vertriebsgesellschaft - ist ein ganz wesentlicher Bestandteil unseres Selbstverständnisses als forschendes Biotech-Unternehmen", fasst Stampfli zusammen. "Der enge Austausch zwischen den Gesellschaften schafft Synergien in beiden Bereichen."


Text / Foto: "obs/Amgen GmbH"