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Motorsport-News: Mercedes-AMG Petronas F1 Team: Großer Preis von Frankreich 2021 - Vorschau

Mittwoch, den 16. Juni 2021

Die Formel 1 kehrt beim siebten Saisonlauf 2021, dem Großen Preis von Frankreich, auf den Circuit Paul Ricard zurück.

Datum: So., 20. Juni, 15:00 Uhr
Strecke: Circuit Paul Ricard

Toto über Frankreich

Hinter uns liegen zwei Rennen auf Stadtkursen, die unserem Auto nicht gelegen haben und von denen wir schon vorher wussten, dass sie für uns schwierig werden würden. Gleichzeitig waren wir enttäuscht, in diesem Zuge einen Podestplatz und einen Sieg durch eigene Fehler verloren zu haben. Dieser Frust zeigt die hohen Maßstäbe, die wir uns selbst setzen und die uns immer weiter antreiben.

In Monaco und Baku befand sich der W12 in einem Fenster, in dem nur jeweils einer unserer Fahrer das Vertrauen fand, um die Performance des Autos auszureizen – Valtteri in Monaco und Lewis in Baku. In einem so engen und intensiven Titelkampf müssen wir ihnen aber bei jedem Rennen ein Auto hinstellen, mit dem beide Fahrer bis ans Limit gehen können.

Der Große Preis von Frankreich bedeutet eine Rückkehr auf eine traditionellere Strecke, was uns hoffentlich wieder mehr Glück bringt. Auf diesem Kurs waren wir in der Vergangenheit gut unterwegs. Er bietet eine Reihe von Kurvengeschwindigkeiten, die jeden Aspekt des Autos auf die Probe stellen werden. Das wird eine interessante Herausforderung für uns.

Die Saison ist erst sechs Rennen jung und es liegt noch ein langer Weg vor uns. An der Spitze geht es sehr eng zu und wir erwarten nicht, dass sich das bald ändern wird. Jetzt möchten wir unsere Erkenntnisse aus den vergangenen Wochen in Performance verwandeln und in Frankreich mit beiden Fahrern ein viel stärkeres Wochenende abliefern als zuletzt.

Zahlen & Fakten: Frankreich Grand Prix

-  Die Renovierung und Modernisierung der Strecke in Le Castellet im Jahr 2002 sowie weitere Modifikationen im Laufe der vergangenen Jahre führten dazu, dass es aktuell potenziell 247 verschiedene Streckenkonfigurationen gibt – mit einer Streckenlänge von 0,8 km bis zu 5,86 km.

-  Auf 64 dieser potenziellen Streckenkonfigurationen kann eine ausgeklügelte Sprinkleranlage genutzt werden, um die Strecke künstlich zu bewässern. Das erhöht die Flexibilität der Strecke und macht sie zu einem interessanten Austragungsort für Reifentests.

-  Vor der Rückkehr des Großen Preises von Frankreich im Jahr 2018 wurden ein Teil der Strecke neu asphaltiert, neue Fußgängerwege angelegt, neue Zugänge für Zuschauer geschaffen, 46.000 permanente Sitzplätze auf den Tribünen installiert und ein neues Fahrerlager samt Pressezentrum gebaut.

-  Vor dem Formel 1-Comeback in Frankreich in diesem Jahr wurde die Strecke neu asphaltiert, zudem wurde das Profil vieler Kurven ganz leicht angepasst. Der Streckenverlauf bleibt jedoch unverändert.

-  Die farbigen Streifen sind nicht nur zur Show, sondern stellen Asphalt-Auslaufzonen mit hohem Grip dar, die traditionelle Kiesbetten ersetzen. Beide Farben nutzen eine Mischung aus Asphalt und Wolfram, um eine raue Oberfläche zu erzeugen, die dabei hilft, die Autos abzubremsen, wenn sie von der Strecke abkommen. Abhängig von der Farbe fällt dieser Effekt stärker oder schwächer aus. Die ‚blaue Zone‘ ist nicht so rau und bestraft die Fahrer weniger, die ‚rote Zone‘, die näher an den Leitplanken liegt, ist viel rauer und bremst die Autos effektiver ab.

-  Der Circuit Paul Ricard bietet eine Mischung aus verschiedenen Kurventypen sowie eine breite Palette an Kurvengeschwindigkeiten von hoch über mittel bis langsam, was Le Castellet zu einer sehr beliebten und nützlichen Teststrecke macht. Die unterschiedlichen Kurven sind im ersten und dritten Sektor gleichmäßig verteilt, der zweite Sektor wird hingegen von der langen Gegengeraden dominiert, die von einer engen Schikane unterbrochen wird.

-  Die beiden winkligen Sektoren am Anfang und Ende der Runde sorgen dafür, dass die Strecke beim Volllastanteil mit Blick auf die Rundenzeit (64%) und die Rundendistanz (75%) im Mittelfeld angesiedelt ist.

-  Aufgrund von Sicherheitsbedenken bei der Rückkehr des Großen Preises von Frankreich in der Saison 2018 wurde die Boxeneinfahrt für 2019 verlegt. So wurde die Einfahrt von der Zielgeraden auf die rechte Seite der vorletzten Kurve vorverlegt, wo sie die letzte Kurve umgeht. Durch diese Änderung wurden die Boxenstopps um eine Sekunde schneller.

-  Der Circuit Paul Ricard ist eine von sieben Strecken, auf der der Große Preis von Frankreich bislang ausgetragen wurde. Mit 16 Grands Prix haben in Le Castellet die zweitmeisten Rennen stattgefunden, nur in Magny-Cours (18 Rennen) gastierte die Formel 1 öfter.

-  Die Strecke besitzt drei starke Bremszonen, in denen für mehr als 0,4 Sekunden über 4g gemessen werden. Genauso viele gibt es in Suzuka, Mexiko und Interlagos, nur auf einer Strecke gibt es vier starke Bremszonen: dem Albert Park in Melbourne.

-  Die Bremsen bereiten auf dem Circuit Paul Ricard jedoch keine besonders großen Sorgen, weil die Bremszonen gut verteilt sind. Dadurch erhalten die Bremsen genügend Kühlung.

-  Die höchsten g-Kräfte werden in der langen, zuziehenden Kurve 11 gemessen, in der die Fahrer Belastungen von bis zu 4,9g ausgesetzt sind.

-  Frankreich weist die höchste durchschnittliche Streckentemperatur (50°C) und die zweithöchste maximale Streckentemperatur (55°C) im diesjährigen Rennkalender auf.

-  Vom höchsten Punkt der Strecke (Kurve 12) bis zum niedrigsten (Kurve 6) gibt es einen Höhenunterschied von rund 30 Metern. Da dieser Unterschied jedoch auf die gesamte Streckenlänge verteilt ist, ist er in der Realität kaum wahrnehmbar.

Foto: Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis von Azerbaijan 2021. Valtteri Bottas © Daimler


Stat-Attack: Frankreich