veröffentlicht am 29. Juni 2026
- Ende Juni starten einige Bundesländer bereits in die Sommerferien
- AvD empfiehlt frühzeitigen Autocheck für sorgenfreie Fahrt
- Hilfe im Pannenfall, auch europaweit und sogar global
Die Ferienzeit steht vor der Tür und für viele Familien beginnt damit die schönste Zeit des Jahres. Bereits am 29. Juni 2026 starten die Bundesländer Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz in die Sommerferien.
In der darauffolgenden Woche folgen Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie Schleswig-Holstein und Thüringen. Wer mit dem Auto in den Urlaub reist, sollte jedoch nicht erst am Abreisetag an die Vorbereitung denken. Gerade dann bleibt oft kaum Zeit für die notwendigen Kontrollen.
Daher empfiehlt der Automobilclub von Deutschland (AvD), das Fahrzeug bereits am Wochenende oder in der Woche vor Reisebeginn gründlich zu überprüfen, um entspannt und sorgenfrei in die Ferien zu starten.
Zu den wichtigsten Punkten gehören die Kontrolle von Motoröl, Kühlmittelstand und Scheibenwaschanlage. Auch die Funktion der Beleuchtung sowie der Zustand der Scheibenwischer sollten geprüft werden. Besonderes Augenmerk verdienen die Reifen. Der Luftdruck sollte an die Beladung angepasst werden, denn ein vollgepacktes Fahrzeug stellt höhere Anforderungen an Fahrwerk und Bereifung.
Zudem empfiehlt sich ein Blick auf die Profiltiefe.
Zwar schreibt der Gesetzgeber in Deutschland mindestens 1,6 Millimeter vor, der AvD empfiehlt hier jedoch deutlich mehr Profil, insbesondere bei längeren Fahrten und möglichen Sommergewittern. Die einfachste Messmethode ist eine 2-Euro-Münze. Wenn der äußere, silberne Rand vollständig verschwindet, ist das Reifenprofil noch tiefer als 4 mm. Wer jedoch feststellt, dass die Reifen ihre Leistungsgrenze erreicht haben, sollte vor Reisebeginn einen Wechsel vornehmen lassen. Hilfreiche Orientierung bei der Reifenwahl bieten die aktuellen AvD-Tests von Sommer- und Ganzjahresreifen.
AvD hilft weltweit
Auch bei Fahrten ins Ausland lohnt sich eine gute Vorbereitung. Viele europäische Länder haben eigene Verkehrsregeln, Tempolimits oder Mitführpflichten. In Frankreich kann beispielsweise die fällige Maut neuerdings auch online bezahlt werden. In Österreich sind 1- bzw. 10-Tages-Vignetten digital erhältlich, längerfristige Zeiträume müssen noch als Klebevignette angebracht werden. Auch in Kroatien wird das Mautsystem schrittweise umgestellt.
Streckenabhängig kann die Gebühr jedoch weiterhin an klassischen Stationen entlang der Autobahn bezahlt werden. Eine komplette, elektronische Erfassung ist erst für das kommende Jahr geplant. Informationen zu den aktuellen Bestimmungen gibt es auf der Website des AvD. Wer sich vorab informiert, vermeidet unnötige Bußgelder und reist entspannter.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kraftstoffplanung. Laut Daten der Europäischen Kommission unterscheiden sich die Spritpreise innerhalb Europas teilweise deutlich. Besonders an Autobahntankstellen fallen meist deutlich höhere Kosten an als im regionalen Umfeld. Deshalb lohnt sich vor der Abfahrt ein Blick auf die aktuellen Kraftstoffpreise entlang der Reiseroute.
Zum Erhebungszeitpunkt am 15. Juni lag in Deutschland der durchschnittliche Literpreis für Super bei 1,91 Euro und für Diesel bei 1,74 Euro. Dänemark liegt beispielsweise mit 2,39 Euro für Super und 2,10 Euro für Diesel deutlich darüber, wobei Polen Kraftstoff mit 1,41 Euro (Super) sowie 1,47 Euro (Diesel) deutlich günstiger verkauft. Je nach Reiseziel kann es also sinnvoll sein, noch vor der Grenze vollzutanken oder bewusst erst im Reiseland eine Tankpause einzuplanen.
Wer sein Fahrzeug rechtzeitig fit für die Ferien macht, reduziert das Risiko unangenehmer Überraschungen und schafft die beste Voraussetzung für eine sichere und entspannte Urlaubsreise. So kann die Erholung bereits mit dem ersten Kilometer beginnen. Doch trotz guter Vorbereitung kann unterwegs jederzeit eine Panne auftreten. Gut zu wissen, dass der AvD dann seinen Mitgliedern nicht nur in Deutschland, sondern auch auf Reisen im Ausland, mit umfassender Hilfe zur Seite steht. Informationen zu den Leistungen und zur Mitgliedschaft gibt es auf der AvD-Website.
AvD – Der Automobilclub. Seit über 125 Jahren.
Mit über 125 Jahren Geschichte ist der Automobilclub von Deutschland (AvD) einer der traditionsreichsten und zugleich vielseitigsten Mobilitätsdienstleister des Landes. Seit seiner Gründung im Jahr 1899 setzt sich der AvD für die Interessen einer mobilen Gesellschaft ein und hat die Entwicklung des Automobils von Beginn an aktiv mitgestaltet. Bereits 1904 gehörte der AvD zu den Gründern der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt und war Mitinitiator der AIACR (Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus), aus der später der Weltautomobilverband FIA hervorging. Meilensteine wie die Einführung der ersten Kfz-Versicherung ab 1918 oder die ab 1924 ausgestellte „Bestallungsurkunde für Kraftfahrer“ als Vorläufer des heutigen Führerscheins unterstreichen die Pionierrolle des Clubs.
Auch im Motorsport steht der AvD seit jeher für Kompetenz und Engagement: So organisierte der Club bereits 1926 den ersten Großen Preis von Deutschland auf der legendären AVUS-Rennstrecke in Berlin. Heute verbindet der AvD seine motorsportliche Tradition mit modernen Formaten wie der seit 2022 ausgetragenen AvD Drift-Championship, die vor allem bei jüngeren Motorsportfans wachsende Aufmerksamkeit genießt. Als seit jeher kompetentem Ratgeber für Autofahrer führt der AvD seit 2025 wieder eigene, neutrale Reifentests durch und bietet damit praxisnahe Orientierung für fundierte Kaufentscheidungen. Mit rund 1,5 Millionen Mitgliedern und Kunden bietet der Club ein umfassendes Leistungsspektrum: von der weltweiten Pannenhilfe mit eigener 24/7-Notrufzentrale über internationalen Fahrzeug- und Reiseschutz bis hin zu maßgeschneiderten Versicherungsangeboten. Damit steht der AvD für sichere, zeitgemäße und ganzheitliche Mobilität.
Text / Foto: Automobilclub von Deutschland (AvD)