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Helau ohne Wauwau - Fasching lieber ohne Hund

Faschingsumzüge, närrisches Treiben in den Straßen, feiernde Karneval-Fans, überbordende Ausgelassenheit – viele Menschen lieben und genießen die `fünfte Jahreszeit`.

„Aber bitte ohne Hund, denn im Getümmel werden die Tiere nur herumgeschubst und eventuell getreten“, sagt Ursula Bauer von aktion tier-Berlin. Außerdem droht Verletzungsgefahr durch am Boden liegende Glasscherben. Auch sind die bizarren Karnevalsmasken und Kostüme vielen Hunden unheimlich. Sie reagieren darauf mit Angst oder verstörtem Gebell.

Hunde haben außerdem sehr sensible Ohren und sind daher wesentlich lärmempfindlicher als Menschen. „Der Karnevalstrubel mit Blasmusik und Trommeln bedeutet für die meisten Vierbeiner Stress pur - das sollten wir unseren Lieblingen unbedingt ersparen“, rät Diplom-Biologin Ursula Bauer. Hunde erschrecken sich auch leicht etwa vor plötzlich abgefeuerten Kanonenschüssen oder lautem Geknalle. Das kann zu panischen Reaktionen führen, der Hund kann sich im schlimmsten Fall von der Leine losreißen, unkontrolliert davon stürmen und im Gedränge verschwinden. Für sehr sensible Hunde kann der Besuch eines lebhaften Karnevalsumzugs sogar zum traumatischen Erlebnis werden. „Stark verstörte Hunde zeigen unter Umständen noch lange nach dem Ereignis Angst- und Verhaltensstörungen“, sagt Ursula Bauer von aktion tier. Das kann soweit führen, dass die Tiere selbst vor an sich harmlosen Geräuschen, Autos und Menschen Angst zeigen und flüchten wollen.

Auch das Verkleiden des Hundes zum Karneval ist keine gute Idee. Vor allem in aufwändigeren Kostümen fühlen sich Bello & Co nicht wirklich wohl. Im besten Falle wird das unbequeme und ungewohnte Outfit erduldet. Was Herrchen und Frauchen Spaß macht, kann für den Hund zur Qual werden. „Machen Sie mit Ihrem Vierbeiner einen ausgedehnten, ruhigen Spaziergang und gehen Sie danach alleine zum Karneval-Feiern“, rät Ursula Bauer von aktion tier-Berlin abschließend.


BU: Für Hunde ist Fasching wenig spaßig.
Foto: © aktion tier e.V./Bauer