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Produktion BIP   freepik standret

Magdeburg-News: Leichter Rückgang des Bruttoinlandsproduktes 2025 in Sachsen-Anhalt


veröffentlicht am Dienstag, 7. April 2026

Magdeburg/Halle. Das Bruttoinlandsprodukt, der Wert aller hergestellten Waren und Dienstleistungen einer Region, nahm in Sachsen-Anhalt 2025 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,2 Prozent ab. Die Wirtschaftsentwicklung in Sachsen-Anhalt blieb damit 2025 hinter der Entwicklung in Deutschland mit +0,2 Prozent und in Ostdeutschland ohne Berlin mit +0,1 Prozent zurück.

Die preisbereinigte Entwicklung verlief 2025 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Im Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe fiel der preisbereinigte Rückgang mit 2,7 Prozent stärker aus als in Deutschland (-0,8 Prozent). Ausschlaggebend war das Verarbeitende Gewerbe mit einem Rückgang um 1,8 Prozent (Deutschland: -1,0 Prozent). Hier gab es teils deutliche preisbereinige Umsatzrückgänge (Abnahme des Volumens) in Branchen wie der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie der Herstellung von chemischen Erzeugnissen, von Metallerzeugnissen und von Gummi- und Kunststoffwaren. Auch im Baugewerbe reduzierte sich die Bruttowertschöpfung (-3,0 Prozent) und lag leicht unter der Entwicklung in Deutschland (-2,9 Prozent).

Besser als im bundesdeutschen Durchschnitt entwickelte sich preisbereinigt die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei mit +0,8 Prozent (Deutschland: +0,5 Prozent) sowie der Dienstleistungsbereich mit +0,9 Prozent (Deutschland: +0,6 Prozent), der einen Anteil von zwei Dritteln an der Gesamtwirtschaft Sachsen-Anhalts hatte. Innerhalb des Dienstleistungsbereiches entwickelte sich der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, Information und Kommunikation mit +2,6 Prozent positiv und besser als in Deutschland (+1,3 Prozent). Etwas geringer wuchsen die öffentlichen und sonstigen Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit mit +1,1 Prozent (Deutschland: +1,2 Prozent). Die Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen wiesen für Sachsen-Anhalt einen Rückgang von -1,2 Prozent auf, der
höher als im Länderdurchschnitt ausfiel (-0,6 Prozent).

Nominal, d. h. unter Einbeziehung der Preisentwicklung, erreichte Sachsen-Anhalt ein Bruttoinlandsprodukt von 81,8 Milliarden Euro, was einer Erhöhung um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Deutschland und Ostdeutschland ohne Berlin verzeichneten hier mit 3,3 Prozent bzw. 3,2 Prozent ein höheres Wachstum. Der Anteil von Sachsen-Anhalt an der Gesamtwirtschaft Deutschlands 2025 betrug wie im Vorjahr 1,8 Prozent.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt je erwerbstätige Person, die sogenannte Arbeitsproduktivität, nahm 2025 gegenüber dem Vorjahr in Sachsen-Anhalt um 0,4 Prozent zu und damit stärker als in Deutschland (+0,3 Prozent). In Ostdeutschland ohne Berlin wuchs die Arbeitsproduktivität um 0,7 Prozent.

Das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen je Erwerbstätigen erreichte 2025 in Sachsen-Anhalt 83,1 Tausend Euro. Auch hier fiel der prozentuale Zuwachs mit 3,4 Prozent höher als für Deutschland (+3,3 Prozent) aber geringer als in Ostdeutschland ohne Berlin (+3,9 Prozent) aus.

Die vorliegenden Berechnungsergebnisse resultieren aus der Gemeinschaftsarbeit aller Statistischen Landesämter im Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt angehört. Die Berechnungsergebnisse des Jahres 2025 haben vorläufigen Charakter. Sie wurden auf Grundlage kurzfristig verfügbarer Wirtschaftsdaten des gesamten Jahres 2025 erstellt und sind aufgrund der noch
eingeschränkten länderspezifischen Datenverfügbarkeit für das gesamte Berechnungsjahr mit Unsicherheiten behaftet. Neben ersten Ergebnissen für 2025 wurden außerplanmäßig auch die Ergebnisse bis 1991 zurück neu berechnet.


Text: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Symbolfoto: freepik/standret