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30 Jahre Erziehungsberatung in Magdeburg: Beratungsstelle feiert Jubiläum mit Festwoche

Donnerstag, den 14. Oktober 2021

Einladung zu öffentlichen Vorträgen

Die Psychologische Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Jugendamtes begeht in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Dies ist gleichbedeutend mit 30 Jahren Erziehungsberatung in Magdeburg. Aus diesem Anlass führt die Beratungsstelle eine Themenwoche unter dem Motto "MITEINANDER – AUSEINANDER – FÜREINANDER" durch. Höhepunkt ist ein interdisziplinärer Fachtag "Familien im Trennungsprozess stärken", der von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper eröffnet wird.
 
Seit 30 Jahren bietet die Psychologische Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Jugendamtes ihre Beratung an. Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Erziehungsberechtigte können sich bei Erziehungsfragen und bei persönlichen oder familienbezogenen Problemen an die Beratungsstelle wenden. Die Fachkräfte der Beratungsstelle arbeiten daran, zusammen mit den Ratsuchenden deren Probleme zu klären und Lösungen für ihre Fragen zu suchen.
 
Mit ihren breiten Fachkenntnissen helfen die Beraterinnen Kindern, Jugendlichen und Eltern, ihre Schwierigkeiten zu bewältigen. Dies ist gerade bei Fragen und Konflikten im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung oftmals sehr wichtig. Daher bietet auch hier die Erziehungs- und Familienberatungsstelle allen Familienmitgliedern professionelle Hilfe an.
 
Die Beratung ist für die Eltern kostenlos und die Fachkräfte der Beratungsstelle unterliegen der Schweigepflicht. Hierdurch kann sich die notwendige Vertrauensbeziehung zwischen Eltern und Fachkräften entwickeln, die notwendig ist, um bei sehr persönlichen Fragestellungen zu unterstützen.
 
Bereits im Januar 1991 wurde die Psychologische Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Jugendamtes als erste Erziehungsberatungsstelle in Magdeburg gegründet, um Familien in schwierigen Situationen Hilfestellungen und Begleitung anzubieten. Heute unterstützen 4 Psychologinnen, eine Sozialpädagogin und eine Sekretärin Familien in Erziehungsfragen. Außerdem stehen sie mit ihrem Know-how auch anderen Fachkräften der Kinder und Jugendhilfe bei komplexen Fragen zur Kindeswohlgefährdung und zu psychischen Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen beratend zur Seite.
 
30 Jahre Erziehungsberatung in Magdeburg sind Anlass, die Arbeit im Rahmen einer Themenwoche MITEINANDER – AUSEINANDER – FÜREINANDER zu würdigen. Geplant sind zwei öffentliche Vorträge im Rathaus und ein groß angelegter, interdisziplinärer Fachtag für Fachkräfte.
 
Öffentliche Fachvorträge

"#nodrama – Erziehung in Zeiten von Hashtags, Gaming & Likes"
Wie können Familien den Umgang mit digitalen Medien im Alltag angemessen gestalten?
Dienstag, 19.10.2021, 17:00 Uhr, Hansesaal im Alten Rathaus
 
"Miteinander – Auseinander – Füreinander"
Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die verschiedenen Aspekte im Zusammenhang mit Trennung/ Scheidung und elterlicher Sorge aufgezeigt sowie Anregungen zu kindgerechten Lösungen im Trennungsprozess gegeben.
Mittwoch, 20.10.2021, 17:00 Uhr, Franckesaal im Alten Rathaus
 
Die Vorträge sind öffentlich und kostenfrei. Sie richten sich sowohl an Eltern als auch an Fachkräfte. Es gelten die 3G-Regeln und die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Es wird darum gebeten, sich vorab anzumelden. Dies ist entweder telefonisch unter 0391 607 4980 oder per E-Mail an psychol.familienberatung@jga.magdeburg.de  möglich.
 
Fachtagung am 21. Oktober

Höhepunkt der Themenwoche ist der Fachtag "Familien im Trennungsprozess stärken" am Donnerstag, den 21. Oktober, im Gesellschaftshaus Magdeburg. Im Zentrum dieses Fachtages steht die Begleitung von Familien in Trennungsprozessen und die Frage, wie es gelingen kann, dass Eltern im Konflikt das Kind im Blick behalten können. Die Unterstützung hochkonflikthafter Elternpaare nimmt über die Jahre einen zunehmend größeren Beratungsschwerpunkt in allen Beratungsstellen ein und bringt große Herausforderungen für alle Beteiligten mit sich.
 
Der Fachtag richtet sich an alle Fachkräfte, die in Familienrechtsstreitigkeiten beteiligt sind, wie bspw. Fachkräfte aus Beratungsstellen und der Jugendhilfe, der Familiengerichte, Anwälte und Therapeuten. Als Referent*innen konnten bundesweit anerkannte Fachleute wie die Direktorin des Deutschen Jugendinstituts, Prof. Dr. Sabine Walper, Dr. Romy Ahner vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge und Diplom–Psychologe Andreas Ritzenhoff, der u.a. für die Bundeskonferenz Erziehungsberatung arbeitet, gewonnen werden.
 
Die Veranstaltung wird von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper eröffnet und soll durch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und neue methodische Ansätze die Arbeit für Kinder und Jugendliche in Trennungsprozessen stärken.

Symbolfoto/pixabay