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TV-Tipp-News: Politikmagazin: Frontal 21 (ZDF heute 21:00 - 21:45 Uhr)

Dienstag, den 23. Februar 2021

Frontal 21
Moderation: Ilka Brecht


Zu wenig Tests gegen die dritte Welle
Wie das Virus die Politik überrollt

Die dritte Welle sei im Anmarsch, warnen Virologen. Der Anteil der Mutationen an den Positiv-Getesteten steige exponentiell. Die Bundesregierung reagiert etwa mit Grenzschließungen zum Virusmutationsgebiet Tschechien.

Dabei sind die Mutanten schon längst in Deutschland angekommen und können kaum mehr ausgesperrt werden. Ähnlich hilflos wirkt es, wenn Bundesgesundheitsminister Spahn jetzt flächendeckend kostenlose Schnelltests für alle, die er bereits im Herbst 2020 in Aussicht gestellt hatte, anbietet.

Frontal21 über Viren, Mutanten - und Wellenreiter, die den Anschluss längst verloren haben.


Kaum Ökostrom im Öko-Ländle
Grünes Versagen in Baden-Württemberg

Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann regiert in Baden-Württemberg seit zehn Jahren und wollte die Erneuerbaren Energien kräftig ausbauen. Die Bilanz kurz vor der Landtagswahl im März 2021 überrascht. Ausgerechnet das "Musterländle", immerhin ein Hochtechnologiestandort, landet im Bundesvergleich auf einem der letzten Plätze.

Frontal21 über Anspruch und Wirklichkeit grüner Regierungspolitik.


Lukaschenkos Auftragsmorde
Getötet im Exil

Der belarussische Geheimdienst KGB bereitete Morde an Regimekritikern im Ausland vor, auch in Deutschland. Das belegt ein Tonbandmitschnitt vom 11. April 2012, der jetzt von belarussischen Dissidenten veröffentlicht wurde.

Darin ist der KGB-Chef Wadim Sajzew mit zwei Offizieren zu hören, die über Anschläge auf drei in Deutschland lebende Oppositionelle gesprochen haben. Ebenso wurde die Ermordung gegen den in Belarus geborenen Journalisten Pawel Scheremet geplant, der am 20. Juli 2016 durch eine Autobombe in der ukrainischen Hauptstadt Kiew getötet wurde.

Frontal21 über die Lukaschenko-Diktatur, die auch Attentate in Deutschland plante.


Zu wenig Wildnis
Deutschland verfehlt Naturschutz-Ziel

Mehr als zehn Jahre nach Ablauf der Frist erfüllt Deutschland die EU-Vorgaben zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen noch immer nicht. Deshalb verklagt die EU-Kommission Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof.

Den Plan der sogenannten Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie verfolgt auch die Nationale Biodiversitätsstrategie von 2007, wonach zwei Prozent der Landesfläche als Wildnis der Natur überlassen werden sollen. Auch daran scheitert Deutschland: Mit 0,6 Prozent ist das Ziel nicht mal zu einem Drittel erfüllt.

Eine Frontal21-Umfrage zeigt: Kein einziges Bundesland erreicht die Vorgabe.


Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen
Ausgenutzt für den Klassenfeind

In DDR-Gefängnissen mussten Zehntausende politische Häftlinge Zwangsarbeit leisten und Waren für den westdeutschen Markt produzieren. Viele von ihnen leiden bis heute unter den körperlichen und psychischen Folgen.

Ungefähr 6.000 Westfirmen profitierten von der Arbeit der Gefangenen. Zu diesem Ergebnis kam 2014 eine Studie der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, kurz UOKG. Die Opfer der Willkürjustiz in der DDR haben bis heute für diese Zwangsarbeit keine Entschädigung erhalten.

Frontal21 über Zwangsarbeiter in DDR-Gefängnissen, die für Westfirmen leiden mussten.


Foto: Ilka Brecht © ZDF/Jens Koch

Trailer: