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Sachsen-Anhalt-News: Land justiert Entwicklungszusammenarbeit neu: Fairer Handel und nachhaltiger Konsum im Fokus

csm Portrait Staatssekretaer Willingmann Copyright MW Andreas Lander 3952072f4e

Dienstag, den 12. März 2019


Sachsen-Anhalt erweitert seine Leitlinien zur Entwicklungszusammenarbeit. Das Kabinett hat heute die entsprechende Vorlage des Wirtschaftsministeriums beschlossen. Bislang lag der Fokus vor allem auf der Förderung von Bildungs- und Informationsarbeit im Inland, von Nichtregierungsorganisationen sowie der Humanitären Hilfe. Hinzu kommen künftig Schwerpunkte wie die Stärkung von fairem Handel und nachhaltigem Konsum sowie die Einbeziehung von Unternehmen und Wissenschaft in die Entwicklungszusammenarbeit. Durch die Überarbeitung der Leitlinien will Sachsen-Anhalt zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bis 2030 beitragen.

Dazu sagte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann (Foto): „Auch als eher kleines Bundesland steht Sachsen-Anhalt zu seiner Verantwortung für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Im breiten Dialog mit der Öffentlichkeit haben wir unsere Leitlinien neu justiert und wollen in den nächsten Jahren gezielt Impulse setzen, um bestehende Aktivitäten zu unterstützen und weiteres Engagement anzuregen. Dabei setzen wir hauptsächlich auf Hilfe zur Selbsthilfe; auch um Fluchtursachen in Entwicklungsländern zu bekämpfen.“

Für die Überarbeitung der Leitlinien gab es im Sommer 2018 eine Online-Konsultation. Zwischen Ende Juli und Anfang September gingen rund 120 Anregungen ein, die Ende September bei einer öffentlichen Veranstaltung diskutiert und anschließend ausgewertet wurden.

Hintergrund:

Sachsen-Anhalt hatte im Jahr 2000 als eines der ersten Bundesländer Leitlinien für Entwicklungspolitik beschlossen. In den vergangenen Jahren sind mehrere Projekte unterstützt worden – zuletzt förderte das Wirtschaftsministerium Ende 2018 die Anschaffung und den Transport von 16 Wasserversorgungsanlagen in die zentralvietnamesische Provinz Khanh Hoa. In dem durch heftige Regenfälle verwüsteten Landstrich erhielten dadurch viele Schülerinnen und Schüler Zugang zu sauberem Trinkwasser.