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Vorträge zur Stadtgeschichte: Jüdische Friedhöfe im mittelalterlichen Magdeburg

Magdeburg, den 10. April 2018

Am 17. April um 19.00 Uhr im Alten Rathaus

 
Einige der ältesten jüdischen Grabsteine Europas wurden in Magdeburg gefunden. Die Historikerin Dr. Susanne Härtel stellt in der Vortragsreihe des Stadtarchivs neueste Forschungsergebnisse vor und spricht über "Jüdische Friedhöfe als Fenster in die multireligiöse Gesellschaft des Mittelalters. Magdeburg und andere Beispiele". Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr im Kaiserin-Adelheid-Foyer des Alten Rathauses. Alle Magdeburgerinnen und Magdeburger sowie Gäste der Stadt sind dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
 
Die Totenruhe besitzt im Judentum einen besonderen Stellenwert. Trotz wiederkehrender Verfolgung gelang es jüdischen Gemeinden im Mittelalter, die Ruhe ihrer Verstorbenen auf eigenen Friedhöfen über lange Zeiträume hinweg zu gewährleisten. Die Konzentration auf diese Orte kontinuierlicher jüdischer Präsenz ermöglicht den Einblick in eine multireligiöse Gesellschaft, in der jüdische und christliche Lebensräume in selbstverständlicher Weise miteinander verflochten waren oder nebeneinander bestanden. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf der Geschichte jenes jüdischen Friedhofs liegen, der seit dem 13. Jahrhundert vor den Toren Magdeburgs im heutigen Stadtteil Buckau nachzuweisen ist – wenn auch vor Ort nichts mehr auf seine Existenz deutet.
 
Dr. Susanne Härtel wurde im Jahre 2016 mit ihrer Arbeit über Jüdische Friedhöfe im mittelalterlichen Reich an der Universität Konstanz promoviert. Sie ist Mitarbeiterin am Selma-Stern-Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg der Universität Potsdam.
 
Die Vortragsreihe des Stadtarchivs findet jeweils dienstags um 19.00 Uhr im Alten Rathaus statt. Bis zum November sind sechs weitere Veranstaltungen geplant. Weitere Informationen gibt es unter www.magdeburg.de/loadDocument.phtml?ObjSvrID=37&ObjID=29282&ObjLa=1&Ext=PDF.