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Quartiersmanagement in Sachsen-Anhalt: Urbane Gemeinschaftsgärten im Fokus von Stadtteil-Akteuren

2. März 2018

Magdeburg/LVG. Länger werdende Tage und erste wärmende Sonnenstrahlen locken landesweit bald wieder die Laubenpieper in ihre Gärten. In Magdeburg, Dessau und Halle hacken, säen und gießen dann auch wieder Kleingärtner auf Parzellen, die sie zusammen bewirtschaften. Solche urbanen Gemeinschaftsgärten bieten neben der städtischen Obst- und Gemüseerzeugung auch eine Plattform für Themen wie ökologischen Lebensmittelanbau, nachhaltige Entwicklung, (Welt)Ernährung, Nachbarschaftsgestaltung sowie interkulturellen Austausch. Deutschlandweit gibt es weit mehr als 600 Gemeinschaftsgärten, darunter sechs in Magdeburg, zwei in Dessau-Roßlau und fünf in Halle/Saale. Wie diese funktionieren und ihre Zahl in Sachsen-Anhalt künftig möglicherweise erhöht werden kann, steht im Mittelpunkt eines Treffens der Quartiermanager/innen des Landes am Dienstag, 6. März 2018, in Magdeburg.

Eingeladen hat die Landesvereinigung für Gesundheit, bei der eine Regionale Koordinierungsstelle angesiedelt ist. Deren Aufgabe: Unterstützung des Stadtteil- und Quartiermanagements bei gesundheitsförderlichen Angeboten und beim Aufbau stadtteilbezogener Netzwerke. Auf Anregung der dort agierenden Moderatoren geht es bei der ersten diesjährigen Fortbildung um „Gesundheitsfördernde Gemeinschaftsgärten“, berichtet LVG-Mitarbeiterin Lara Zgrajek. Denn Gärtnern schaffe nicht nur einen Rahmen für städtische Naturerfahrung, für Selbermachen, für Begegnung und Gemeinschaft, sondern ermögliche auch weitergehendes Engagement für den Stadtteil, indem beispielsweise Brachen entmüllt und bepflanzt werden, praktische Lernorte für Kinder entstehen und interkulturelle Impulse das Zusammenleben im Quartier bereichern. 

Sachsen-Anhalts Quartiersmanager engagieren sich in sozialen Brennpunkten des Landes für eine Aufwertung und Stabilisierung der Lebensbedingungen in benachteiligten Stadtteilen und wollen die Bewohner für eigenes Engagement an der Entwicklung ihres Wohngebietes motivieren. Der Bund unterstützt seit 1999 mit dem Programm „Soziale Stadt“ die städtebauliche Aufwertung und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in benachteiligten Stadt- und Ortsteilen. Bis 2016 stellte er für bauliche Investitionen und die Verbesserung der Lebensbedingungen mehr als 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Zusammen mit ergänzenden Mitteln von Ländern und Gemeinden flossen bisher über 4,3 Milliarden Euro in insgesamt 783 „Soziale-Stadt“-Gebiete in 441 deutschen Kommunen. 23 „Soziale-Stadt“-Vorhaben wurden in Sachsen-Anhalt gefördert, unter anderem in Bitterfeld-Wolfen, Dessau-Roßlau, Haldensleben, Halle, Magdeburg, Sangerhausen und Weißenfels.

Gefördert durch die gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a Abs. 3 SGB V im Rahmen ihrer Aufgaben zur lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention.